ISOLA & West, West, Texas: KamiKATZE!

Stöbert ihr auch manchmal gedankenversunken durch euren Lesestapel und bemerkt dabei Dinge? Ich schon! Zum Beispiel die Tatsache, dass wir sowohl auf der Reise nach ISOLA als auch auf der nach West, West, Texas von einer Katze begleitet werden. Gut, großer schwarz-blauer Tiger auf der einen Seite, kleine weiße Katze auf der anderen, aber nun. Und ich möchte erwähnen, dass ich parallel Schwarzer Leopard, roter Fuchs lese, noch eine (große) Katze, verrückt!

In beiden Fällen geht es um einen Ort, von dem die Protagonistinnen (noch) gar nicht wissen, ob er überhaupt existiert, sie überhaupt heile ankommen UND es geschehen magische Dinge. Das nenne ich mal Gemeinsamkeiten! Trotzdem sind beide Bände so verschieden wie Tag und Nacht. Oder..?

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ADVENTURE HUHN: Hühnchen süß, Raupe sauer!

Achtung, Achtung, eine Durchsage an alle Riesen, Drachen und Fantasyreich-Bewohner*innen: Nehmt euch in Acht, versteckt eure Snacks, denn hier kommt euer Alptraum: ADVENTURE HUHN! Huhn? Sagte sie HUHN?! Gut, als Comic-Fans sind wir ja nicht so leicht zu schocken, zumindest nicht (mehr) seit THROG, dem Frosch des Donners. Thihi. Sein klitzekleiner Hammer kann ja auch Blitze beschwören, was mag da erst ein Huhn mit Schwert anrichten?! Nun. So einiges... Leider!

Davon kann die Raupe Susan ein (Klage-)lied singen. Die heimliche Schwester von Gustl aus Das große Krabbeln (1998) träumt nämlich schon seit langem davon, endlich ein wunderschöner Schmetterling zu werden und trotz aller inbrünstiger Träume, Gebete und Schmetterlingsgedanken hat es bis heute einfach nicht klappen wollen. Den letzten Funken Hoffnung zerstört schließlich das umherfliegende Schwert ihrer Freundin Adventure Huhn, welches ihren Kokon und damit jede Hoffnung auf die lang ersehnte Metamorphose zerstört. Förmlich zerschmettert! Gut, war ein Unfall, aber trotzdem ärgerlich. Und nun? Nun braucht Susan Seide für einen neuen, freshen Kokon und man munkelt, die soll es in Froschbach geben...

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H.P.Lovecrafts DER HUND & ANDERE GESCHICHTEN: Du sollst nicht stehlen...

Wie ihr vielleicht wisst, arbeite ich mich ja gerade an einem recht imposanten Lesestapel für meinen Jury-Job beim Rudolph Dirks Award ab (es sind nur noch über 70! Hurra! Und gleichzeitig: Hilfe!), daher fallen meine Rezensionen grad etwas kürzer aus. Aber macht ja nüscht, hier handelt es sich ja schließlich auch um Kurzgeschichten! Drei Stück, um genau zu sein. Alle drei stammen ursprünglich aus der Feder von H.P. Lovecraft. Unter uns: ich verspüre immer einen starken inneren Drang "Baxxter" zu schreiben, wenn ich mit H.P. anfange. Hach, die 90er...

Nachdem mich ja schon durch die Augen des guten Alberto Breccia die Welt von H.P. kennenlernen durfte, geht es nun mit dem japanischen Künstler Gou Tanabe weiter, der die drei Kurzgeschichten Der Tempel, Der Hund sowie Stadt ohne Namen als schwarz-weiß-Stücke adaptiert hat. Und wie er sie adaptiert hat! Eine wahre Augenwonne! Hier findet ihr eine Leseprobe.

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BOUNTILUS 1: Crash Test Einhorn

Sie haben es geschafft! Captain Nihil und seine rechte Hand (bzw. Hände...) Lieutenant Quattro sind nun stolze Bewohner eines 144 Seiten starken Comicbandes. In Hardcover! Toll! Bereits die Kostprobe im April im vergangenen Jahr versprach ja einiges an Witz & Charme im Weltall und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Bzw. doch, in einem Punkt schon (wie die kryptische Emoji-Kurzrezension verrät...), aber kommen wir erstmal zu den erfreulichen Punkten!

Der Calamari Cult macht genau an dem Punkt weiter, an dem wir unser Crash-Duo letztes Jahr ihrem Schicksal überlassen hatten. So weit, so gut. Nun erwartet man als Leser*in ja, dass es auf den ersten Seiten auch wieder mit Nihil und Quattro weitergeht, aber nix da! Stattdessen begegnen wir einem sprechendem Einhorn (gut, wenn es schon Einhörner gibt, warum sollten sie nicht sprechen können, wa?) und vier tapferen Typen, die anscheinend gerade erfolgreich einen Ponyhof gerrettet haben. Ganz nach dem Motto: Braun ist das Gegenteil von Bunt. Word!

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KRAZY KAT: Crazy Pippil!

Gleich zu Beginn ein Geständnis: Ich besitze quasi zwei Comic-Lesestapel. Einen zu Hause auf dem Sofa (man könnte die Comics auch auf den Tisch oder den Boden legen, aber nein! Sie sitzen quasi mit mir auf dem Sofa, thihi) und einen imaginären. In meinem Kopf. Da finden sich Titel, die ich (noch) nicht besitze, weil gerade keine bezahlbare Ausgabe auf dem (deutschen) Markt herumschwirrt oder keine fetzige Übersetzung vorliegt. Oder einfach aus Gründen. Nun. Das war auch bei Krazy Kat der Fall.

Ich habe zwar schon viel von der Katze gehört, die einer kleinen Maus verfallen ist und mit Ziegelsteinen beworfen wird (und das Jahrzehnte vor Tom & Jerry! Verrückt!), aber mal ehrlich: Ein Klassiker aus den 20er-40er Jahren, da denkt man halt nicht als erstes dran. Bis ich letzte Woche darauf aufmerksam gemacht wurde, dass der TASCHEN-Verlag nun die kompletten Sonntags-Strips auf den Markt schmeißt und ich einen Blick hineinwerfen darf. Yay! Ist ja immerhin ein gewichtiger Klops Comicgeschichte, und das sogar buchstäblich mit über 600 Seiten und fast sieben Kilo Gewicht! Hach, es hätte nun der Beginn einer wundervollen Liebe zwischen Krazy Kat und mir werden können. Ist es aber leider nicht...

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APOLLO 11, Juli 1969: Auf zum Mond!

Apollo 11! Der erste Mensch auf dem Mond! Leute! Das ist auch schon wieder 50 Jahre her, verrückt. Und mal ehrlich: Wenn ich mir die Technik zu der Zeit so anschaue, finde ich es fast schon erstaunlich, dass die das 1969 tatsächlich geschafft haben... Die Reise ist aktuell übrigens sehr eindrucksvoll in der Doku APOLLO 11 zu bestaunen, und das in Farbe! Kann ich sehr empfehlen.

Zum 50. Jubiläum habe ich mich natürlich nicht lumpen lassen und mir drei Titel vorgeknöpft, die zu diesem Anlass im Juni und Juli erschienen (bzw. neu aufgelegt worden) sind. Ist ja auch ein richtiger magic moment, der erste Mann auf dem Mond... Pardon, es waren zwei. Da fängt es ja schon an! Und sowieso: Habt IHR euch schonmal Gedanken darüber gemacht, wie es dem dritten Mann so ging, der zwar mit zum Mond geflogen ist, ihn aber nicht betreten konnte? Ich nicht. Ich wusste auch nicht, dass das Rennen zum Mond bereits drei Astronauten das Leben gekostet hat, bevor die Raumkapsel überhaupt nur in die Nähe des Mondes gekommen war. Aber dafür gibt es ja Comics....

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STRANGER THINGS 1: Hello from the other side!

Hello, can you hear me..? Tja, Adele scheint auch schon Erfahrungen mit der Schattenwelt gemacht zu haben. Oder schlechtem Empfang. So oder so: Will aus der Stranger Things-Crew war tatsächlich auf der anderen Seite. Und wir alle wissen seit dem Ende der ersten Staffel: Man kriegt Will zwar aus der Schattenwelt, aber die Schattenwelt nicht aus Will...

Aber was ist eigentlich passiert, während Will auf der anderen Seite war? Wirklich viel gesehen haben wir - von einer blinkenden Lichterkette mal abgesehen - ja nicht von ihm. Zumindest kann ich mich gerade nicht daran erinnern... Ist halt so eine Sache nech, Staffel eins habe ich vor drei Jahren geguckt. Falls ihr also auch nicht mehr ganz zusammen bekommt, wie Will in der ersten Staffel genau abhanden gekommen ist, hier gibt es eine Auffrischung. Ehrlich gesagt habe ich mich sehr auf den Band gefreut, denn ich bin optimistisch davon ausgegangen, dass er mir die Wartezeit bis zum Beginn der dritten Staffel am 4. Juli versüßt. Das hat dann aber leider nicht so richtig geklappt...

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SKIM: Mein Herz, eine kaputte Waschmaschine

Also eins vorweg: Wenn ihr bei den aktuell tropischen Temperaturen eine Comic-Lektüre sucht, die ihr im gleißenden Sonnenschein genießen könnt, dann ist SKIM vielleicht nicht ganz das richtige. So von der Stimmung her... Zumindest NOCH nicht. Denn die Geschichte von Skim aka Kim spielt im Herbst. Vor allem gefühstechnisch. Kim ist nämlich alles andere als ein Sonnenscheinchen. An dieser Stelle wollte ich übrigens noch ein Zitat einbauen, mir kam irgendwie der Satzfetzen "kein Licht leuchtet mir..." in den Sinn, aber beim Recherchieren wurden mir nur Hilfe-Foren für kaputte LED-Lampen vorgeschlagen. True Story.

Na dann eben ohne deepe Lyrik: Skim hat einfach selten gute Laune. Sie ist eher Außenseiterin als Klassensprecherin, ihr Style als Goth und das neu erwachte Interesse an der Wicca-Bewegung (eine naturverbundene, mystische Religion) sprechen ebenfalls für sich. Zumindest für ihre Klassenkamerad*innen. Ihre einzige richtige Freundin versteht sie auch nur so halb und dann stehen dann plötzlich auch noch diese verwirrenden Gefühle im Raum, wenn Kim ihre Englischlehrerin sieht. Und die sieht man als Schülerin ja ziemlich oft...

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LINCOLN 2 & 3: Gottes Experiment und Teufels Beitrag

Hach ja, was habe ich den guten Lincoln bereits im ersten Band in mein Herzchen geschlossen: er flucht, säuft und nimmt kein Blatt vor den Mund. Nie! Diese Erfahrung musste auch schon der liebe Gott machen. Er hat nämlich aus (bisher) unerfindlichen Gründen beschlossen, Lincolns nihilistischen und zynischen Blick auf das Leben etwas gerade zu rücken. Er will es zumindest vesuchen. Die ultimative Challenge sozusagen.

Zu allem Überfluss mischt sein alter Kumpel, der Teufel, auch noch mit... Und sowieso: unser schlecht gelaunter Revolverheld kann sich sowieso nicht über mangelnde Gesellschaft beklagen. Während er am Ende des ersten Bandes unfreiweillig Zuwachs in Form drei junger Farmer bekommen hat (die er ungefähr so herzlich wie Fußpilz begrüßt), geht es im zweiten Band um eben diese neue gegründete Gang und ihre Mission, mal so richtig aufzuräumen im wilden Westen. Und das ist auch bitter nötig. Denn so schnodderig Lincoln auch rüberkommen mag, wenn es um offensichtliche Ungerechtigkeiten gegenüber amerikanischen Ureinwohnern geht, rührt sich sogar etwas in seinem schwarzen Herzchen... 

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SUMPFLAND: Das Leben, das Universum & ALDI!

Ok, stellt euch folgendes Szenario vor: Ihr sitzt nach ein paar Cocktails zuviel (die mit bunten Schirmchen und Palme!) angetüddelt an der Bar. Vielleicht müsst ihr euch sogar schon etwas festhalten. Plötzlich sagt die Person neben euch nachdenklich einen Satz und ihr denkt: wow! So deep! Und dann beginnt ihr, weiter darüber nachzudenken und merkt plötzlich, dass ihr es eigentlich doch nicht ganz verstanden habt. Aber ihr wollt auf jeden Fall am nächsten Tag nochmal drüber nachdenken! Ganz bestimmt!

Ungefähr so fühle ich mich nach der Lektüre von SUMPFLAND. Es ist nämlich abwechselnd total aus dem Leben gegriffen, klar und deutlich und dann wieder sehr kryptisch. Aber mit putzigen Lebewesen! Aber auf jeden Fall muss ich jetzt nochmal drüber nachdenken... Macht ihr mit?

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DAS GOLDENE ZEITALTER: Kirschen & Schnaps

Stellt euch vor, Prinzessin Fantaghirò und Jeanne d'Arc würden sich auf ein Tässchen Tee treffen. Wisst ihr, wer da mit am Tisch sitzen würde? Tilda. Ich kenne sie zwar erst seit exakt 232 Seiten, aber ich verwette ein Wildschwein darauf, dass sich die drei prima verstehen würden. Zumindest Jeanne d'Arc und Tilda. Warum? Ich sag's euch.

Tilda ist eigentlich die rechtmäßige Nachfolgerin des verstorbenen Königs. Einen Tag vor der Krönung kommt ihr allerdings die intrigante Familie in die Quere und schickt sie erstmal in die Wüste. Ok, in den Wald. Das Ergebnis wäre aber mehr oder weniger dasselbe. Zwei treue Freunde erretten sie zwar vor dem drohenden Exil, aber leider nicht vor einem Pfeil, der sie beim Tumult erwischt und schwer verletzt. Sie schaffen es trotzdem zu fliehen. So weit, so gut. Wären da nur nicht diese crazy Wahnvorstellungen, die sie mit blutenden Augen, Händen (und wer weiß, was da noch alles kommt!) durchleben und -leiden muss und danach das diffuse Gefühl hat, für etwas Höheres bestimmt zu sein. Ihr merkt, da hätten sie und Jeanne schonmal ein prima Gesprächsthema...

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LUCKY LUKE von Mawil: Was ist ein Cowboy ohne Pferd..?

Na? Richtig: Ein Sattelschlepper! Harhar... Nun. Lucky Luke würde jetzt sicher auch keine Miene verziehen. Denn der vorliegende Band beweist, dass Lucky Luke auch ohne Pferd eine gute Figur macht. Naja, zumindest versucht er es... Was Jolly Jumper dazu sagt, dass Lucky ihn zeitweise gegen einen (Draht-)Esel eintauscht? Na, ihr könnt es euch denken. He's not amused! Für uns dafür umso mehr, nichts geht über einen schmollenden Jolly Jumper, der auf ein Fahrrad eifersüchtig ist, thihi.

Schon die zweite Hommage Jolly Jumper antwortet nicht war für mich als Jolly Jumper-Fan ein Fest. Die gibt es übrigens - schnallt euch an! - am 11. Mai zum Gratis Comic Tag 2019! Wie der Name schon sagt: für umme. Die komplette Geschichte! Mega! Ich bin auf jeden einzelnen persönlich beleidigt, der diese Chance nicht nutzt.

Apropos Chance: Eigentlich heißt es ja, das Schicksal sei ein mieser Verräter, aber im Fall von Mawil war das Schicksal wohl ebenfalls ein Lucky Luke-Fan. Als Kind in der DDR kam er nämlich nur durch einen Schmuggel der Oma seines besten Freundes zu einem Lucky Luke-Heft (mega Oma!), 2019 reiht er sich nun selbst ein in die Riege der Lucky Luke-Künstler ein, wie toll ist das bitte <3

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DER FREIE VOGEL FLIEGT, HELDEN DER ZHOU-ZEIT & DER ERSTE KAISER: In China lesen sie Comics!

China! Na? Woran denkt ihr jetzt spontan? Ich denke tatsächlich als erstes an HERO! Einer der visuell schönsten Filme, die ich je gesehen habe. An die Handlung kann ich mich leider nur so halb erinnern, aber es geht um ein Attentat und alle Beteiligten (ich glaube, es waren drei) haben poetische Namen wie Fliegender Schnee und Zerbrochenes Schwert. So.

Aber wenn ich mal ehrlich sein darf: In den letzten Jahren folgten dann keine weiteren nennenswerten Kontakte mit der chinesischen Kultur, außer Dumplings beim Chinesen und die Ratlosigkeit darüber, was da in Bezug auf Meinungsfreiheit generell (und insbesondere in Bezug auf das Internet) so los ist. Oder besser gesagt: Nicht los ist. Davon abgesehen, dass ich erst letztens erfahren habe, dass in China einige bekannte Anime und Manga auf dem Index stehen. Und Winnie Puuh. Kein Scherz.

Aber trotz allem (oder gerade deswegen): In China gibt es Künstler/innen, die man sich mal anschauen sollte...

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Die dicke Prinzession Petronia: Natürlich bist du glücklich, wenn du keine Erwartungen hast! Nah, obwohl...

Was heißt denn hier Erwartungen? Ist es denn zuviel verlangt, einen (großen!) Planeten sein Eigen zu nennen? Oder eine kleine Galaxie? Wenigstens eine klitzekleine...? Petronia muss sich ja immerhin auf ihre Thronfolge vorbereiten. Aber wie soll das gehen, quasi ausgesetzt auf so einem winzigen Planeten?! PAH! Eltern. Grausam können die sein, richtig grausam! Wie soll man da einen fröhlichen Gesichtsausdruck aufsetzen? Unmöglich. Und ihr Cousin, dieser kleine schleimige Prinz, der kann Petronia sowieso mal kreuzweise, von wegen „mit dem Herzen sieht man gut...“ Auf W 857 gibt es ja nicht mal was zu sehen! Gar nix!

So, jetzt seid ihr ungefähr auf Temperatur von Petronias Gute-Laune-Pegel, also Minus 85. Ob ein Geschenk ihrer Eltern, Multifunktionswurm Mirco, etwas daran ändern kann..?

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HELLBOY Kompendium 1: Happy Birthday, Ausgeburt der Hölle!

25 Jahre Hellboy-Jubiläum! Kinder, wie die Zeit vergeht! Gut, im ersten Band ist unser roter Freund ja eigentlich schon 52 geworden, aber was soll's! 25, 52, comme ci, comme ça, shallala.

Ist ja alles schön und gut, aber warum komme ich jetzt mit dem ersten Kompendium um die Ecke? Hm? Wieso nicht der zweite oder dritte? Tjoa. Weil ich mal wieder Asche über mein Haupt werfen muss. Ich gestehe: Ich habe zwar in meiner Comickarriere schon einige Hellboy-Geschichten gelesen, aber tatsächlich nie die allerersten. Verrückt, nech? Aber hey, falls es euch so geht: Folgt mir unauffällig, wir fangen einfach von vorne an...

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I'M EVERY WOMAN: Was? Auch Du, Picasso?!

Einstein, Picasso, Marx, Elvis... Sie alle haben was gemeinsam. Na, sie alle waren bekannte Künstler, Genies, Denker? Jupp, das auch. Sie haben aber noch etwas gemeinsam. Leider. In Bezug auf Gleichberechtigung und Frauenrechte waren sie nämlich nicht besonders revolutionär drauf, sondern eher... hüstel... geistige Schlußlichter. Pardon, Einstein!

Gut, ihr werdet jetzt vielleicht denken, dass psychische Ausbrüche, Untreue und sonstige Eskapaden bei verrückten Künstlertypen eventuell nicht wirklich shocking news sind, aber ob Elvis oder Einstein: für die Frauen macht es keinen Unterschied, wer sie da wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt. Das macht Liv Strömquist hier deutlich. Dabei verfolgt sie klar wie Kloßbrühe ein Ziel: die Frauen, die unter den sogenannten Genies zu leiden hatten oder zu Unrecht zu Fußnoten in der Geschichte degradiert worden sind, zu rehabilitieren. Und, gelingt das..?

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THE UMBRELLA ACADEMY: Netflix & kill

Netflix bringt The Umbrella Academy von My Chemical Romance-Sänger Gerard Way raus? Aber Hallöchen! Hach, wie oft habe ich mich in meinen jungen Jahren zu den melodramatischen Klängen seiner Musik auf dem Sofa herumgerollt oder das Tanzbein geschwungen. Manchmal beides, nacheinander. Oder abwechselnd. Das waren Zeiten! Da bin ich es ihm ja fast schuldig, endlich mal reinzulesen. Auch wenn ich damit knapp 10 Jahre late to the party bin, nun ja. Passiert!

Aber da Netflix den Comic jetzt als Serie herausbringt, ist das doch ein hübscher Grund, das endlich mal nachzuholen. Das Thema allein lässt ja das Herz jedes Comicfans schneller schlagen: Sieben Kinder mit speziellen (Super-)Kräften, vereint in einer Art Schule eines reichen Gönners. Nur eine der sieben, die hat keine speziellen Fähigkeiten. Denkt sie. Als die zerstrittene Familie Jahre später als Erwachsene wieder zusammenkommt, reissen alte Wunden, Rivalitäten und Zeitportale auf. Toll! Und nun? Liest man jetzt erst den Comic oder guckt erstmal die Serie? Dazu habe ich tatsächlich eine Meinung...

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THE ART OF WILD+FREE ANIMALS von Timo Wuerz: Wo steckt eigentlich Captain Planet?!

„Ich kann nicht wirklich erklären, woher die Liebe zu Tieren kommt, die mich seit allerfrühester Kindheit erfüllt.“ Hach, als ich den Satz gelesen habe, wusste ich: Hier bin ich richtig. Gut, ob nun wild+free oder zahm+eingemummelt im heimischen Körbchen, ich liebe Tiere. Und ich habe mich tatsächlich schon oft gefragt, woher das eigentlich kommt. Ist Zazou, das Bärchenkopfkissen für Kinder, schuld? Oder das Kuscheltier, das ich als Kind - total kreativ - Lassie taufte?

Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich literweise Tränen vergoss, als Lassie im Kino in Lebensgefahr schwebte und sich Kilometerweit zurück nach Hause kämpfte. Und fangen wir gar nicht erst an mit dem traumatischsten Disney-Film-Moment überhaupt (und von allen, die noch kommen werden): Mufasas Tod in Der König der Löwen. Mon Dieu, was hab ich Rotz und Wasser geheult. Kann ich übrigens auch heutzutage nicht gucken die Szene, ohne loszuheulen. Hilfe! Und wisst ihr, was richtig traurig ist: In den letzten Jahren sind verdammt viele Löwen gestorben. Und da war nicht der böse Onkel Scar schuld: „In den letzten 30 Jahren haben wir es geschafft, 90 Prozent der Löwen auszurotten, durch Bevölkerungswachstum, Wilderei, Verschmutzung und durch uns.“ Wenn das mal kein Grund zum Heulen ist...

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Best of 2018: Danke ♥‿♥

Leute! 2018 war für mich ein richtig, richtig tolles Jahr. Und mein Lieblingshobby hat eine Menge dazu beigetragen! Nein, nicht dösen... Das ist erst auf Platz 2. Ich spreche natürlich von Comics <3

Ein paar meiner Highlights habe ich zwar schon in einem kleinen Leserbeitrag für den Tagesspiegel zusammengetragen, aber hier - und nur hier - gibt es die volle Breitseite, bäm!

Nachhaltig begeistert und beeindruckt hat mich 2018 vor allem Emil Ferris. Die muss man lieben! Zumindest wenn man Werwölfe mag. Oder gar selbst gern einer wäre, wie die zehnjährige Karen in ihrem kunstvollen Meisterwerk AM LIEBSTEN MAG ICH MONSTER. Na gut, das ständige Klamotten zerreißen bei Vollmond kann auf Dauer auch nervig werden. Nun. Das würde Gorilla Mike aus MOTOR GIRL aber sowieso nie einfallen. Der kann sich ordentlich an- und ausziehen. Viel trägt er meistens sowieso nicht am haarigen Leib, ist halt sehr heiß, so weit draußen, mitten in der Wüste.

Gut, stylischer als Shorts und Shirt geht es natürlich auch. Fragt mal MYRE! Die furchtlose Fuchsdame hat Nerven aus Stahl und einen Drachen als Freundin. Apropos Fuchs - der hat für AUTISTIC HERO GIRL nicht nur immer ein offenes Ohr, sondern auch immer einen Keks parat. Aber auch weniger flauschige Tiere haben einiges drauf! So wie die Regenwürmer in ICH KAUFE EINE A UND MÖCHTE LÖSEN. Mit geballerter Power und einem Mindset, angesiedelt zwischen Columbo und Maren Gilzer lassen sie sich nicht einmal von finsteren flauschigen Kräften einschüchtern. Respekt! Apropos Rätsel: Das musste 2018 auch der gute Donald lösen. Ohne Hose und noch weniger Gedulg macht er sich auf die SUCHE NACH DEM GLÜCK. Und wisst ihr was? Er hat es sogar gefunden...

Ach ja, meine Liebe für Fledermäuse ist mir natürlich ebenfalls geblieben. Positiv überrascht hat mich dieses Jahr vor allem der BIRDS OF PREY-Band (der ist stellenweise richtig witzig!). Tom King ist sowieso mein Held, wie er aktuell die Beziehung meiner Lieblings-Katze und Fledermaus gestaltet, ich liebe es! 

Übrigens kann man auch ohne Cape und Superkräfte die Welt besser machen... Auch wenn Jane Foster den Hammer wieder abgeben musste, ist sie und bleibt meine Heldin und mein Thor der Herzen (klingt kitschig, meine ich aber genau so. Oh ja.) Also, 2019 bitte noch mehr GIRLSPLAINING, mehr UNERSCHROCKEN(e) Krieger/innen und mehr JESSICA JONES! Und mehr MAGGY GARRISSON! Sowieso.

Meine persönlichen Highlights waren 2018 zudem der COMIC SALON ERLANGEN, mein erstes Mal als Jurymitglied beim RUDOLPH-DIRKS-AWARD und meine kleinen Debütrezensionen und -beiträge bei der ALFONZ und COMIXENE. Vielen Dank für die Chance, als Strumpfhosenheldin mitmischen zu dürfen.

Und - natürlich! - ein dickes Dankeschön an die tollen Verlage und die fabelhaften und maximal engagierten Mitarbeiter/innen von avant, Carlsen, Dani Books, Egmont, edition Moderne, Jaja, Panini, Reprodukt, Schreiber & Leser, Splitter. Und alle, die ich Tröte gerade vergessen habe.

Und last, but not least: ihr da draußen! Es freut mich einfach wie Bolle, dass ihr meine Rezensionen lest, mir Herzen auf Instagram schenkt und - vor allem - meine Liebe zur neunten Kunst teilt.

DANKE <3

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EPIPHANIE SCHRECK: Angst beflügelt den eilenden Fuß...

Mit einem Schiller-Zitat habt ihr jetzt nicht gerechnet, was? Ich auch nicht. Aber nachdem ich mir seit Tagen den Kopf über einen schmissigen Titel zerbrochen habe, borge ich mir jetzt einfach mal was von Schiller. Ob der wohl vor irgendwas Angst hatte? Vielleicht vor einem leeren Tintenfäßchen? Ich weiß es nicht. Aber Epiphanie, die hat Angst. Da ist nämlich dieser Schatten, der sie ständig verfolgt. Schon ganze achteinhalb Jahre lang! Und achteinhalb Jahre können verdammt lang sein... Vor allem, wenn man erst achteinhalb Jahre alt ist.

Ihr ahnt es schon, hier geht es um keine rationale Angst. Bzw. ist das Objekt der Angst manchmal auch eine Frage der Perspektive. Die einen haben Angst vor Spinnen, die anderen sagen Spider-Mans Freunden freundlich hallo. Andere haben Angst vor speckigen Knöpfen (kein Scherz!). Nun.Ganz gleich, ob Kinder oder Erwachsene: Blöderweise kann man sich im Prinzip vor allem fürchten. Vor Dingen, die gar nicht da sind (Hallöchen, Monster unterm Bett!) oder - noch schlimmer - vor ganz alltäglichen Sachen, die für andere völlig "normal" sind. Schmutz, ungerade Zahlen, Pferde, der eigene Schatten. Aber eigentlich auch wurscht. Hier geht es ja darum, diese Angst zu besiegen! Tschakka! Und auf dem Weg dahin ein paar crazy People kennenzulernen...

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MOTOR GIRL: In your head, in your head, they are fighting...

With their tanks, and their bombs and their bombs, and their guns... Na, habt ihr jetzt einen Ohrwurm von Zombie? Sehr gut, das war der Plan. Harhar! Ich kann jetzt zwar nicht diabolisch lachen und dabei eine weiße Katze streicheln (denn ich besitze keine), aber dafür habe ich einen Stoff-Pluto, der tut's auch. Irgendwie.

Aber Moment mal, was hat denn jetzt das ernste Thema Krieg mit MOTOR GIRL zu tun? Immerhin gucken uns hier keck ein Gorilla und ein kleines grünes Männchen auf dem Cover entgegen. Und der Gorilla trägt eine Hose. Nun. Sobald man die Info hat, dass es sich bei der jungen Dame um eine hochdekorierte Kriegsveteranin handelt, sieht die Sache ja schon etwas anders aus. Man ahnt, dass ihre Erlebnisse Teil der Geschichte sein werden. Aber keine Bange, schräg und lustig wird es trotzdem. Denn das ist die große Stärke von Terry Moore...

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SCHATTENSPRINGER 3: Overload! Houston, wir haben Overload!

Ich gebe zu: Bei Begriffen wie Overload, Meltdown oder Shutdown sehe ich als erstes Bilder von Vulkanausbrüchen aus Katastrophenfilm XY (you name it) vor meinem geistigen Äuglein, in dem mal wieder nur eine einzige Person (!) über das Spezialwissen verfügt, um die Welt zu retten. Natürlich hat ihr niemand geglaubt und sie wurde für verrückt erklärt. Aus Wut über die ignoranten Mitmenschen zieht sie sich dann enttäuscht in die Antarktis zurück und spricht nur noch mit Pinguinen.

Nun. Über Pinguine spricht in Schattenspringer 3 zwar niemand, aber einen natürlichen Erzfeind haben unser verkannter Katastrophenspezialist und ein Autist tatsächlich gemeinsam. Nein, nicht der Vulkan! Viel schlimmer: Ignorante Mitmenschen! (Hier klicken für Soundeffekt oder sich kurz denken).

Und noch schlimmer kommt es, wenn der auch noch dein Klassenlehrer, Kinderarzt oder - schluck! - die eigene Mutter ist. Quasi der Endgegner. Zumindest, was die Zeit als Kind angeht. Denn die gestaltet sich besonders trostlos, wenn du nicht weißt, was mit dir los ist und dann auch noch Mutter, Klassenlehrer und die Klassenkameraden nicht müde werden, dich auf deine vermeintliche Schrägheit hinzuweisen. Woher ich das alles weiß? Na, von Ben, Melanie, Katrin und noch einigen mehr! Denn im dritten Band erzählt Daniela nicht selbst, sondern hört sich die Geschichten anderer Autisten an.

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SABRINA THE TEENAGE WITCH: Chilling Adventures & Happy Sunshine Nonsens

Hexen! Schwarze Katzen! Zaubersprüche! Hach <3 Der ein oder andere schaudert sich ja gerade durch die erste Staffel der Chilling Adventures of Sabrina auf Netflix. Ich habe die Serie schon durchgeguckt und in mein Herzchen geschlossen, obwohl ich ein paar Mal vor Schreck mein Tässchen Tee verschüttet habe. Aber gut, das ist mir der (Grusel-)Spaß ja wert! Ich hoffe jedenfalls, dass es eine Fortsetzung geben wird. Und um die Wartezeit zu überbrücken, habe ich mal ein Glupschäuglein in die Comics geworfen...

Zum einen wäre da die Comic-Vorlage der Netflix-Serie und die Geschichten aus den 60er Jahren (Sabrina the Teenage Witch). Gut, Sixties-Sabrina kommt (wenig überraschend) nicht besonders gruselig daher, aber bei Chilling Adventures of Sabrina sieht es schon ganz anders aus, da weht ein düstererer (Mon Dieu!) Wind. Während die Netflix-Sabrina vor allem mit - nennen wir es mal - haptischen Horror konfrontiert wird (ich sage nur Dunkler Lord mit großen Hörnern, spuckende Dämonen und so), zerrt die Comic-Serie eher durch die Handlung und Schicksale der Charaktere am Nervenkostüm. Wie und warum, erfahrt ihr hier!

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OLYMPIA und BETTY BOOB: Die nackte Wahrheit

So, da lagen diese beiden Damen nun auf meinem Lesestapel. Mehr oder weniger nackig. Mon Dieu! Was ist da los? Soviel vorweg: Im Prinzip haben beide den gleichen Traum. Trotzdem unterscheidet sich ihre Ausgangssituation grundlegend... 

Während die eine (Olympia) völlig selbstverständlich nur mit einem Halsband bekleidet über die Erde wandelt (so wie der Künstler Manet sie schuf), beschreibt das Nackigsein bei Betty Boob etwas völlig anderes: Die schockierende Erkenntnis, plötzlich ohne alles dazustehen: „Sie hat ihre linke Brust verloren, ihren Job und ihren Kerl." Aber Moment, es geht noch weiter: „Sie weiß es noch nicht, aber ist der beste Tag ihres Lebens.“ Klingt erstmal wie eine gewagte These, aber nachdem ich Betty Boob gelesen hatte, war ich tatsächlich derselben Meinung!

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UNSCHLAGBAR: Alles eine Frage der Perspektive!

Hach, ich weiß noch wie ich vor Ewigkeiten mein erstes Deadpool-Heft in den Händen hielt und restlos begeistert war. Die vierte Wand, bzw. ihr kreativer Durchbruch, war damals quasi auch für meine Liebe zu Comics der Durchbruch. Denn da habe ich zum ersten Mal das ganze Potenzial erkannt. Was man mit Comics alles anstellen kann! Toll. Und genau dieses Gefühl hatte ich wieder, als ich das erste Mal UNSCHLAGBAR aufschlug und sich meine nach Innovationen gierenden Äuglein quasi auf der Stelle mit Freudentränchen füllten. Da war sie wieder! Die Magie. Um genau zu sein: die unglaubliche Magie des Comics. So nennt Unschlagbar sie. Und das vollkommen zu Recht. Aber was - oder wer? - ist Unschlagbar denn nun?

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LINCOLN & DICKMADAM, DIE LACHTE: Pechschwarze Seelen

Kennt ihr das Gefühl, mit dem falschen Fuß aufgestanden zu sein? Schlecht geschlafen, Kaffee alle, es regnet und dann ist auch noch Montag? Nun. Diese Stimmung jetzt noch ungefähr mal 100 und ihr wisst, in welcher Stimmungslage sich Lincoln befindet. Und das nicht nur heute. Oder seit gestern. Nein. Sein ganzes Leben schon. Gut, er hatte wirklich keinen netten Start ins Leben und wird schon seit seiner Kindheit herumgeschubst, da schubst man halt irgendwann zurück. Was will man auch mit einem sonnigen Gemüt, wenn man die ganze Zeit auf der Schattenseite im Leben steht?! Nun.

Eigentlich wäre die Geschichte hier schon zu Ende, denn eigentlich sieht man Lincoln geistig schon auf dem Highway to Hell. Eigentlich. Wäre da nicht der liebe Gott... Der kann (und will!) einfach nicht glauben (thihi), dass Lincolns Seele auf dem Pfad der Trostlosigkeit verloren sein soll. Da wird doch wohl ein Fünkchen Lebensfreude in diesem gebeutelten Körper stecken? Oder?! 

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GIRLSPLAINING: Was würde Buffy sagen..?

Dieses Gefühl, wenn man eine Kolumne, ein Buch oder einen Comic liest und denkt „Ja! Ja!! Genau so sehe ich das auch!“ - manchmal nickt man dabei eifrig, ohne es zu merken. Oder grinst. Oder freut sich einfach wie Bolle. Im Fall von GIRLSPLAINING habe ich alles gleichzeitig gemacht und dabei aufgeregt ins Zimmer gerufen: Jawoll, Mädels! Geht los und kauft euch Actionfiguren, wenn ihr Bock habt! Oder hängt euch ein Sailor Moon-Poster an die Wand, auch als 30-Jährige, ja warum denn nicht?! Und vor allem: Seid gefälligst nett zueinander. Gut, jetzt gerade allein im Zimmer ist die Resonanz überschaubar, aber meine She-Ra-Actionfigur nickt zustimmend, ist ja schonmal ein Anfang.

Wir (also She-Ra und ich) sind übrigens fest davon überzeugt, dass Katja Klengel für viele Mädels und Frauen da draußen eine Schwester im Geiste ist - so treffsicher, wie sie viele Situationen beschreibt. Und dann ist die auch noch witzig und baut popkulturelle Referenzen aus meiner Kindheit ein. Ich werd verrückt...

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ICH KAUFE EIN A UND MÖCHTE LÖSEN: Es ist bestimmt wieder der Gärtner! Oder..?

Comicperlen, soso. Schon wieder eine neue Rubrik! Mon Dieu, kaum hab ich eine mal angefangen, zack, da kommt auch schon die nächste. Ihr habt Recht, aber manchmal hat man eben Flausen im Kopf. Bislang gab es hier ja die Coverliebe - aber mal ehrlich. Einen Comic aufgrund eines dollen (Variant-)Covers mitzunehmen, ist ja eher die Regel als die Ausnahme, oder? Mir passiert es jedenfalls viel öfter, dass ich die Auslage im Comicladen mit einem Blick scanne und bei Titeln, von denen ich vorher nichts gehört habe und das Cover mich nicht irgendwie fesselt, erstmal liegen lasse. Klar. Aber so schade! Wie in diesem Fall! Denn mal ehrlich: Das Cover lässt einen wirklich nicht erahnen, wieviel Witz und Charme hier drin stecken, deshalb gibt's hier erstmal eine charmante Sneak Peek ins Innere.

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AM LIEBSTEN MAG ICH MONSTER <3

Es gibt sie, die Liebe auf den ersten Blick. Jawoll! Gerade erst erlebt. Und zwar in dem Moment, als mein Glupschäuglein auf das Cover von Am liebsten mag ich Monster fiel. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht <3

Die kleine Karen ist nicht wie andere Mädchen, soviel steht fest. Andere Mädchen träumen von einem Prinzen auf einem schicken Pferd, Karen träumt davon, wie sie als Werwolfmädchen von einem wütenden Mob gelyncht werden soll. Wobei der wütende Mob halt das Problem ist, ein Werwolfmädchen wäre sie ja gerne! Blöd nur, dass sie leider noch kein Monster gefunden hat, das sie endlich mal beißt und zu einem macht. Als Werwolf könnte Karen nämlich viel besser ihrer wahren Bestimmung nachgehen: als Privatdetektivin den Mord an ihrer Nachbarin Anka Silverberg aufklären. Die Polizei spricht zwar von Selbstmord, aber es gibt da einige Ungereimtheiten...

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GERONIMO: Auge um Auge...

Comics sind ja an sich schon toll, aber wenn man dabei - quasi nebenbei - noch was lernt, bin ich ja völlig aus dem Häuschen. Vor allem, wenn es um prominente Persönlichkeiten geht, von denen man zwar schonmal gehört hat, aber eigentlich nicht wirklich was weiß. So gings mir bei GERONIMO. Vielleicht wäre ich - nach viel Nachdenken - noch drauf gekommen, dass er Apache war, aber dann hört es auch schon auf. Wie gut, dass sich Matz & Jef der Geschichte angenommen haben, die beiden haben ja schon bei TOMBOY ein prima Duo abgegeben. Hurra!

Laut meiner spärlichen Wikipedia-Recherche entsprechen die Ereignisse übrigens auch tatsächlich der Geschichte. Gut, soweit man das halt rekonstruieren kann, denn anscheinend gab es sogar mal sowas wie diktierte Memoiren von Geronimo, aber die wurden erst in einer Schublade versteckt und dann zensiert. Gnah! Der gute Mann hatte nämlich einiges zu erzählen...

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JACK WOLFGANG: Tofu ist auch keine Lösung...

Hach, grad hab ich aber auch einen Anthropomorphismus-Lauf... Das Wort wollte ich schon immer mal irgendwo einbauen, thihi. Check! Erst läuft mir die Fuchsfrau MYRE über den Weg, und nun ein Wolfsmann namens Wolfgang. Harhar, der Wolf heißt Wolfgang! Irgendwie gut. Kann man nix gegen sagen. Ob man das auch über das Gesamtwerk JACK WOLFGANG sagen kann? Zum Teil. Denn gegen ein so famoses Werk wie BLACKSAD - musste ich bei der Lektüre nämlich öfter dran denken - muss man erstmal ankommen. Und das schafft der gute Jack leider nicht ganz...

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SORCELINE & MASSU: Was raschelt da im Gebüsch..?.

Wie ich schon in der Rezension zu GRÜN & MACHA schrieb: Sobald sprechende Tiere, Fabelwesen und/oder Gestaltwandler und Magie im Spiel sind, ist die Tür zu meinem Herzchen schon einen Spalt weit offen ¯\_(ツ)_/¯ Ist so. Bleibt so.

Zugegeben, auf den ersten Blick scheint das Setting von SORCELINE eigentlich nicht sonderlich innovativ: Mädchen geht in die Zauberschule (Jungs-Variante: Harry Potter! Hüstel. Ältere Variante: Freaks' Squeele), trifft auf magische Wesen und lernt - hauptsächlich - was über sich selbst. Wenn es dann noch ein wenig düster wird, erinnert es zudem ein wenig an GOTHAM ACADEMY. Nun. Macht nüscht! Denn SORCELINE ist trotz der offenkundigen Adressierung an junge Leser/innen zauberhaft, spannend und mit Liebe zum Detail erzählt, hier und da erinnert es mich ein wenig an Hotel Transsilvannien <3. Ich sag nur soviel: Der moderne Vampir von heute muss tagsüber nicht mehr im Keller rumgammeln, er behilft sich mit Sonnencreme.

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DIE WELT DER SÖHNE: Trostlos. Aber gut.

Die Sonne scheint, ihr habt euch gerade gut gelaunt ein Eis geholt, den Sonnenschirm aufgespannt und überlegt, was ihr als nächstes auf der Sonnenliege schmökern wollt? Dann ist DIE WELT DER SÖHNE nichts für euch. Lasst die Eisverschmierten Fingerchen davon. Zumindest bis zum nächsten Regenschauer. Oder bis zum Abend. Denn das recht trostlose Cover macht schon deutlich, auf was für eine Stimmung ihr euch hier einstellen könnt: Irgendwo zwischen The Road, einem spontanen Besuch von Lord Voldemort und die letzte halbe Stunde Chernobyl Diaries (warum habe ich diesen furchtbaren Film eigentlich gesehen? Gnah..). In meinem liebevoll sortierten Comic-Regal habe ich jedenfalls nichts gefunden, was auch nur ansatzweise so trostlos daher kommt wie das hier. Eventuell könnte der Unterwasser-Schweisser in Bezug auf die Troslosigkeit halbwegs mithalten. Halbwegs.

Aber trotz - oder gerade - der deprimierten Grundstimmung muss man dem düsteren Wälzer eins lassen: spannend ist er!

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JOE SHUSTER: Für 135 Dollar

Wisst ihr, jeder hat ja ein paar geheime Träume. Ich träume ja - unter anderem - davon, beim Stöbern auf einem Flohmarkt mal eine richtige Comic-Rarität zu entdecken. Zum Beispiel eine Erstauflage von Action Comics 1. Das wär's! Denn würde ich so ein Heft finden, wäre ich nicht nur sehr glücklich, sondern auch sehr reich. So um die 3,2 Millionen Dollar. Das ist nämlich die Summe, die 2014 der Ausruf „3, 2, 1... Meins!“ gekostet hat, als eine Ausgabe des ersten Superman-Heftes online versteigert worden ist. Puh. Ganz schön verrückt. Und auch ein bißchen traurig, wenn man die Geschichte der beiden Schöpfer von Superman, Joe Shuster und Jerry Siegel, kennt. Die haben zwar quasi den ersten Superhelden überhaupt erschaffen, hatten aber die längste Zeit ihres Leben quasi gar nichts davon... Wie auch, wenn man aus Unwissenheit die kompletten Rechte abgibt: für schlappe 135 Dollar.

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Das ist ja wohl der Horror!

Falls es bei euch auch grad Gewitter gibt, nutzt die Chance! Denn was gibt es schöneres, als sich bei Blitz & Donner mit einem guten Gruselbuch unter die Decke (obwohl, bei der Hitze lieber auf die Decke) zu verkrümeln und sich mal wieder gepflegt zu gruseln? Gut, mir würden grad auch spontan mindestens zehn andere Sachen einfallen (Eis in jeder Variation spielt dabei erstaunlich oft eine Rolle... Hüstel), aber nun! Da ich schon als Kind gerne Gruselgeschichten gelesen hab und in letzter Zeit ein paar Bände rausgekommen sind, mit denen ich meine Liebe für Comics und Gruselgeschichten quasi gleichzeitig pflegen kann, dachte ich, ich wage es mal!

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FRIDA KAHLO: Inside I'm Dancing

Ich hatte mir ja schon letztes Jahr wild und entschlossen vorgenommen, mich mehr mit Kunst zu beschäftigen. Natürlich in Comic-Form. Jawoll! Nach MAGRITTE und Katzen in der Kunst (finde Meownardo da Vinci übrigens immer noch witzig, ich steh dazu) ist nun Frida Kahlo dran. Meine Güte, ich hatte ja keine Ahnung... Soviel sei verraten: Es war wirklich einiges los im Leben dieser Frau. Einiges!

Zum Einstieg könnt ihr entweder die softe Kinderbuch-Variante wählen, in der harmlos Fridas bunte Haustierwelt beleuchtet wird und die dunklen Phasen im Leben nur sehr behutsam gestreift werden oder euch gleich die volle Dröhnung geben. Mit ganz viel Leidenschaft, Schmerz, Sex, Blut und allem, was das Leben so zu bieten hat. Heidewitzka, ich hatte wirklich keine Ahnung...

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UNERSCHROCKEN 2: I'm a Survivor!

Hurra! Der zweite Band Unerschrocken ist da! Ich war ja schon nach dem ersten Band (Rezension hier) so außer mir vor Begeisterung, dass ich den zweiten gar nicht abwarten konnte, und endlich ist er da! Und was soll ich sagen? Auch dieses Mal haben mich alle fünfzehn Geschichten begeistert, aber ehrlich gesagt auch wieder dazu gebracht, ein paar Tränchen zu verdrücken. Denn die unerschrockenen Mädels hier hatten nicht nur mit dummen Vorurteilen und sogenannten Traditionen zu kämpfen, sondern (viel zu oft! Arghh!) auch mit Demütigungen und körperlichen Übergriffen. Das ist dann teilweise schon harter Tobak, wenn der frisch verheirateten, zehnjährigen (!) Phoolan Devi „gezeigt“ wird, was ein Ehemann ist...

Aber genau hier zeigt sich die Stärke und Leistung von Pénélope Bagieu: auch solche dunklen Momente sensibel in Wort & Bild einzufangen und immer wieder auf die Wut und den Kampfgeist zurückzukommen, der die taffen Ladies angetrieben hat und sie schließlich das hat werden lassen, wovon sie geträumt haben: Langstreckenläuferin, Banditenkönigin, Puppenstuppenforensikerin, Vulkanologin, Astronautin... Und vor allem: ein Vorbild <3

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JEFF LEMIRE: Liebe.

Jeff Lemire. Was ein Mann! Seit Sweet Tooth hab ich ein Äuglein auf ihn geworfen, denn das war ein Comic, den ich nicht so schnell vergessen konnte. Und nun gibt es gleich doppelt Nachschub: Black Hammer und der Unterwasser-Schweißer. Unterschiedlicher könnten die beide Bände auf den ersten Blick nicht sein. Und beim zweiten? Da findet sich tatsächlich eine Gemeinsamkeit. Denn in beiden Bänden geht es - irgendwie, irgendwann - um Liebe. Und Familie. Im Fall von BLACK HAMMER auf den ersten Blick um eine verrückte Mischung aus den Fantastic Four und der Addams Family. Gefangen auf dem Land. Aber glaubt mir, die wächst einem schneller ans Herz, als man will...

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MYRE 1: Ich habe einen Drachen. Und ich werde ihn benutzen!

Ich bin ja eigentlich nicht so der Riesen-Fantasy-Fan. Eigentlich. Denn es gibt immer wieder Filme oder Comics, die mich richtig begeistern. Und ja, ich gebe es zu: Ich habe eine Schwäche für Drachen, Tiere im Allgemeinen und taffe Frauen. Und was erblicken meine Glupschäuglein auf dem Cover von MYRE? Einen Drachen! Eine Fuchsfrau! Toll! Musste ich haben. Denn tierische Protagonisten erobern mein Herz meist im Sturm. Gut, nach den ersten Seiten wird zwar schnell klar: das hier ist nicht Entenhausen. Aber wenn ihr Fantasyfan seid (oder auch nicht) und Geschichten wie BLACKSAD mögt - dann seid ihr hier richtig.

MYRE, bzw. die Chroniken von Yria, entführen in diesem ersten Band (fünf weitere sollen folgen) euch in eine krarge Welt, in der ein - sagen wir mal - eher robuster Umgangston herrscht. Nicht ganz leicht für eine Fuchsdame wie Myre. Oder?

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ROSE: Hear me roar!

Mhm... Viellleicht bin ich ein wenig simpel gestrickt, aber als meine Äuglein das Cover von ROSE erblickten, spielten meine Synapsen ein wenig verrückt. Kindheitserinnerungen wurden spontan wach, kommt es doch auf den ersten Blick wie eine Mischung aus XENA und He-Man (bzw. She-Ra) daher. Klingt ein bißchen nach Fantasy-Mischmasch, aber ach, ich musste einfach zuschlagen. Und ich hab es nicht bereut! Aber gut, bei Meredith Finch kann man sich ja mal ein Herzchen fassen, immerhin hat die sich ja schon gut um Wonder Woman und XENA gekümmert.

Was den Tapferkeitsgrad angeht, könnte unsere Rose hier zwar locker mit den beiden kriegerischen Damen mithalten, was die tatsächlichen Kampfkünste betrifft, allerdings (noch) nicht. Noch lange nicht. Hüstel. Xena würde wahrscheinlich vom Pferd fallen, wenn sie mit ansehen müsste, wie Rose ein Schwert hält... Aber gut, warum sollte sie auch? Immerhin war bis Seite sieben für Rose die Welt noch (halbswegs) in Ordnung. Gut, dass die Magie verboten ist, wusste sie zwar, aber dass da gleich das ganze Dorf niedergebrannt wird, nur weil man kurz ein bißchen was im Wald ausprobiert, das konnte wirklich niemand ahnen. Blöd. Denn früher, als die Welt noch in Ordnung war, sorgten sogenannte Guardians - zusammen mit ihren tierischen Begleitern - für Frieden, Liebe und Heiterkeit im Land. Naja, zumindest für Frieden. 

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BOUNTILUS: Eingetintet!

Der Weltraum, unendliche Wei... jaja, hat man auch schon huntert Mal gehört. Gnah. Aber hey, da ist soviel Platz im Weltall, da wird ja neben den Space Dumplins, Planet Express und der USS Ente (unterwegs in Coldmirrors StarStarSpace, ich liebe es <3) ja wohl noch Platz sein für eine weitere schräge Crew. Oder? Aber sowas von!

Moment, Crew? Sind zwei schon eine Crew? Nun. Ist halt eine kleine Crew. Bestehend aus zwei Mann. Mann? Nun ja...  Eher ein schräges Pärchen: Ein dem Wein zugeneigter Captain und ein Oktopus mit nur vier Armen. Nun. Klingt doch nach einer soliden und vertrauenswürdigen Crew!? Also ich würde den beiden sofort in jeden Winkel der Galaxis folgen. Allein schon wegen der vielen Wortwitze, für die der arme Quattro (höchstwahrscheinlich) noch herhalten wird. Das hat der doch geschickt eingetintet, dieser gewitzte Comic-Autor!

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IKON: Die meisten Denkmäler sind hohl

Nun, dieser schlaue Satz stammt leider nicht von mir, sondern von Stanisław Jerzy Lec. Ein kluger Mann! Anscheinend. Und zack, wären wir auch schon beim Pudels Kern, denn um Schein & Sein geht es auch in IKON. Meine Güte, heute haue ich aber auch ein literarisches Zitat nach dem anderen raus, huh!

Das rührt wahrscheinlich daher, dass meine grauen Zellen nach der Lektüre von IKON ganz außer sich sind. Vor Freude. Beim Lesen denkt man nämlich die ganze Zeit „Ach herrje! Nein! Oh je...“ um dann am Schluß festzustellen, dass die Realität tatsächlich mindestens genauso verrückt ist. IKON ist Wahninn. Wortwörtlich!

Es fängt auch schon recht dramatisch an... Ein junger Mann, Gleb Botkin, möchte seinem Leben ein Ende setzen. Er ist der Sohn des Leibarztes des russischen Zaren und sieht nach dem Miterleben der Oktoberrevolution keinen Sinn mehr in seinem Leben. Ohne seine Anastasia, seine Spielkameradin. Die hatte als Zarentochter (schon aus Prinzip!) ja keinen besonders guten Stand bei den Revolutionären. Und ohne sie macht für Gleb alles keinen Sinn mehr. Aber nun: erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Das muss auch Gleb schmerzhaft am eigenen Leib erfahren...

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VOM VERSCHWINDEN DER TIERE

Kennt ihr diese Momente, in denen ihr schon von vorherein wisst, dass ihr etwas richtig toll finden werdet? Ich hab das manchmal. Denn als ich gesehen hab, dass Studierende der Münster School of Design einen Band herausgebracht haben, den sie ausgestorbenen Tierarten gewidmet haben, war mein Herzchen sofort in Wallung. 276 Seiten. Nur Tierarten, die durch das Zutun des Menschen ausgestorben sind. Und die nie wieder kommen: Von sympathischen Tierchen wie dem Dodo über den St. Helena-Riesenohrwurm oder dem Hasenkänguru. Hasenkänguru!? Mon Dieu! Es gab mal Hasenkängurus! Wie gern hätte ich die mal gesehen... Tjoa. Wird nix. Sind ja leider ausgestorben. Und daran kann man jetzt auch nichts mehr ändern. Es sei denn, man findet irgendwo einen Bernstein mit einer Mücke, die mal ein Hasenkänguru gestochen hat... Ok. Mad Scientist-Modus off.

Aber allein die Tatsache, dass ich mindestens von der Hälfte der Tiere in diesem Buch noch nie was gehört hab, macht es meiner Meinung nach so wertvoll. Oder habt ihr schonmal vom Hopflappenvogel gehört? Eben.

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7 FRAUEN: Who run the world? Brüste!

Ok. Wow. Irgendwann bildet man sich ja ein, dass man schon alles mal gesehen hat. Ha! Nix da. Denn dann kommt der Moment, da hält man einen Band in den Händen, in dem es quasi nur um Brüste geht.

Gut, der Klappentext verspricht einem Geschichten von Frauen, ihrer Kraft und Zerbrechlichkeit. Und von ihrer Weiblichkeit an sich. Also ihren Brüsten. Sag ich doch. Und die in allen Variationen. Große, kleine, entblößte, verschmähte, verhüllte und - haltet euch fest - sogar tödliche! Wahnsinn.

Aber nun, das ist alles tatsächlich tiefgründiger, als es jetzt auf den ersten Blick klingen mag. Denn tatsächlich verbirgt sich einiges an Message hinter all den Brüsten. Denn die stehen - mal mehr, mal weniger offensichtlich - für verschiedene Aspekte des Frau seins/Weiblichkeit (na, wie ihr das halt nennen wollt). Ob es nun um das Hadern mit dem eigenen Körper (und speziell auch der Beschaffenheit der guten Stücke) geht, um das Einsetzen nackter Brüste als Zeichen von Selbstbestimmtheit oder eben gerade das Nicht-Zeigen als selbstbestimmte Handlung  - man kann einiges mit ihnen anstellen. Und vor allem: erzählen. War mir so vorher auch nicht klar.

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DIE DREI GEISTER VON TESLA 1: Verrückte Experimente, Blitze & Krawatten

Die drei Geister von Tesla. Nun. Ehrlich gesagt hab ich da als erstes an die Elektroautos gedacht und nicht an den Erfinder Nikola Tesla, aber gut, im Entferntesten hat der ja auch was mit Strom am Hut. Bzw. mit Elektrotechnik. Kenne ich mich null mit aus. Und naja, so ganz wird meine Bildungslücke hier auch nicht geschlossen, denn es handelt sich hier um eine fiktive Geschichte, aber hey, dafür hab ich mir nach der Lektüre den Wikipedia-Eintrag zu Tesla durchgelesen. Das ist doch auch mal was!

Und es stellte sich heraus: Nikola Tesla war eine durchaus spannende Figur. Ich meine hallo? Der Mann hat Experimente mit Blitzentladungen gemacht. Wahnsinn! Und laut Wikipedia war er auch ein bißchen verrückt. Aber was der gute Tesla mit Außerirdischen und Krawatten zu tun hatte, erfahrt ihr gleich...

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DER RISS: Glück, Wohlstand & Ehre

Beschleicht euch auch manchmal das Gefühl, dass der ganze Geschichtsunterricht in der Schule einem irgendwie nicht wirklich was bringt, wenn man das aktuelle politische Weltgeschehen verstehen möchte? Ich kann mich zwar an gefühlt 500 Stunden zur Weimarer Republik und zum 2. Weltkrieg erinnern, aber kurz nach den 50er Jahren hört's dann quasi auf. Dabei fängt viel Spannendes da ja erst an! Zum Beispiel die Idee von einem vereinten Europa, das den Einwohnern „Glück, Wohlstand und Ehre in unbegrenztem Ausmaße“ bringen sollte. Hat Winston Churchill 1946 gesagt. Und für viele Menschen außerhalb der EU war (und ist) sie in den letzten Jahren auch genau das: die Hoffnung auf ein besseres Leben.

Leider endete dieser Traum aber auch für zu viele Menschen auf einem überfüllten Schlauchboot, in einem überfüllten Zug oder einem Auffanglager. Dabei war 2017 nur der traurige Höhepunkt einer Entwicklung, die schon viel früher angefangen hatte. Der Riss setzt genau da an.

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AMERICAN GODS: Serie, Buch oder Comic?

Da steht American Gods seit Ewigkeiten auf meiner Liste und hach, kaum hat man sich ein Herzchen gefasst, stellt man bedröppelt fest, dass man sich nun auch noch zwischen Buch, Comic und Serie entscheiden muss. Erst Buch, dann Serie, dann Comic? Oder zu wenig Zeit für über 600 Seiten Buch, also lieber Comic? Oder einfach nur Serie? Nun. Ich hab beschlossen, alle drei parallel zu konsumieren und mal zu vergleichen. Verrückt. Naja, aber nur ein bißchen. Denn bisher ist ja erst ein Comic-Band bei Splitter erschienen (fünf kommen noch), daher beschreib ich erstmal bis zu diesem Punkt der Geschichte inwiefern sich Buch, Comic und Serie unterscheiden. Oder auch nicht. Aber ihr ahnt es schon, nicht wahr..? Natürlich tun sich - auch jetzt schon - Unterschiede auf. Ich verrate nur soviel: ein Medium hält sich besonders eng ans Buch... 

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Die zwei Leben von Balduin: Wenn ich Du wäre...

Balduin ist das, was man sich unter einem Langweiler vorstellt. Zumindest auf den ersten Blick. Ok, auf den zweiten auch. Ihn als innerlich tot zu bezeichnen wäre vielleicht etwas übertrieben, aber, hm... wie wäre es mit angeschimmelt? Immerhin geht der gute Balduin jeden Tag einem Job nach, den er nicht mag und macht dort Dinge, auf die er keine Lust hat. Und in seiner Freizeit? Nun. Er hat weder eine Freundin noch Freunde. Oder ein Hobby. Aber hey, dafür eine Katze. Die ist süß, aber ersetzt dann eben doch keine sozialen Kontakte.

Und als ob das alles Balduin nicht schon genug deprimieren würde, gibt es da noch seinen Bruder, das komplette Gegenteil von ihm. In allem. Gutaussehend, zufrieden mit sich und der Welt und seinem Liebesleben. Gnah! Wie soll man das nur aushalten?! Aber tja, wie heißt es doch so schön? Erstens kommt es anderes und zweitens als man denkt: Balduin entdeckt beim Duschen eine Beule unter der Achsel. Die niederschmetternde Diagnose: ein paar Monate (Rest-)Lebenszeit. Das haut Balduin um. Doch dann kommt seinem Bruder eine Idee... Wenn doch jetzt eh alles egal ist, warum dann nicht mal was riskieren und all das tun, was man(n) schon immer tun wollte? Quasi vom Langweiler zum Lebemann im Schnelldurchlauf. Ob Balduin das kann..?

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LDH: Liga Deutscher Helden! Öhm... Wer?

Nun. Auf den ersten Blick klingt LDH ja nach neuem Diät-Trend (nach FDH jetzt LDH!) oder nach irgednwas mit Cholesterin, aber nein! Hier handelt es sich um einen Comic made in Germany. Gut, das Vorbild sind zwar die Austrian Superheroes, aber mei! Jetzt kommen die Deutschen. Eigentlich ja ne gute Sache. Eigentlich.

Die Sache ist die: Mein kleines Herzchen freut sich immer, wenn es zur Abwechslung auch mal darum geht, Comics fernab der großen amerikanischen Verlage vorzustellen. Und die Idee, ein deutsches Superhelden-Team zu gründen, finde ich erstmal spitze. Aber die Umsetzung hat mich leider (noch) nicht restlos überzeugt. Und das hat mehrere Gründe...

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GARFIELD & PUSHEEN: Fressen & Faulenzen

Kaum hat man die Weihnachtsfeiertage überstanden, geht es an Silvester mit Raclette, Fondue und sonstigen Leckereien weiter... Puh. Ich weiß nicht, wie es euch so geht, aber ich rolle mich grad vom Sofa zur festlich gedeckten Tafel und wieder zurück. Und wieder hin. Und zurück. Ich fühle Garfield nicht nur, ich BIN Garfield. Zumindest über die Weihnachtsfeiertage. Und an Silvester. Aber hach, das muss man ja auch mal genießen, nech?

Und deshalb hab ich mir für die Zeit zwischen den Jahren auch die Lektüre von zwei verfressenen, aber durchaus knuffigen Kätzchen ausgesucht: Garfield und Pusheen. Macht Sinn. Aber wer von beiden hat eigentlich das Näschen vorn beim Fressen & Faulenzen..? 

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LUCIFER: Vom Himmel hoch...

Genug von zuckersüßen Weihnachtsengelchen all over? Dann wäre Lucifer vielleicht was für euch. Der war ja schließlich auch mal ein Engel. Und was für einer! Aber tja, dann musste er ja unbedingt einen auf Rebellen machen und diesen berühmten biblischen Aufstand im Himmel anzetteln, der alles veränderte und schwupps, ist man Fürst der Hölle - bzw. war. Laut Neil Gaiman hat er den Job ja auch schon wieder an den Nagel gehängt. Mon Dieu!

Lucifers Hintergrundgeschichte in Sandman ist vielleicht auch der Grund, warum mir die Lektüre nicht ganz so leicht fiel. Denn bisher habe ich - Asche über mein Haupt - Sandman noch nicht gelesen. Schade Marmelade. Steht zwar auf der Liste ganz oben, aber hach, ihr wisst ja wie das manchmal ist... Falls ihr Sandman bereits gelesen habt, sollte das Verständnis von Lucifer kein Problem für euch darstellen. Und falls nicht? Kommt man denn überhaupt mit, wenn man Sandman nicht gelesen hat..?

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MAGDAS APOKALPYSE: Hurra, die Welt geht unter! Oder?!

Wissenschaftlern glaubt man ja vieles. Zack, einen weißen Kittel übergeschmissen und schon glaubt man an Doping für die Haare oder dass eine elektrische Zahnbürste das Leben verbessert. Und wenn Wissenschaftler sagen, dass in einem Jahr die Welt untergeht? Tjoa. Dann glaubt man das eben auch. Und richtet sich halt so gut es geht damit ein. Bitte? Es schmeißen nicht direkt alle hin und fahren an nach Honolulu um die letzten Atemzüge in Saus und Braus zu verbringen?! Nun. Einige schon. Aber eben nicht alle.

Magda kann es nicht fassen. Und will sich nicht damit einrichten. Wie auch? Immerhin ist sie gerade 13 geworden und begegnet dem neuen - und vermutlich letzten - Lebensjahr auf ihre Art. Es muss doch noch soviel erlebt werden! Da steht nämlich so einiges auf der Liste...

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SUPERMAN: Außen hui, innen pfui

Erinnert ihr euch noch an BIRGIT, die in die Jahre gekommende Angestellte, deren Berufsalltag ihr innerhalb ein paar Tagen langsam, aber stetig aus den Fingern glitt und sie schließlich lautlos implodierte? Nun. Mehr oder weniger passiert Chris das auch. Anders als Birgit ist Chris aber ein durch und durch dynamischer Typ, der mit seinen strammen Waden eigentlich auf dem Weg nach oben auf der Karriereleiter unterwegs ist. Eigentlich. Wären da nicht all die hübschen Frauen, mit denen er so gerne schläft und für ein Schäferstündchen schon mal zu spät zum Meeting kommt. Kann ja mal passieren! Oder zwei Mal. Wer zählt schon mit? Das hilft dabei, den Kopf freizubekommen... Oder?

Denn plötzlich sind da diese merkwürdigen Aussetzer, die sich unangenehm in seinen so hübsch durchgetakteten eierschalenfarbenen Alltag drängen...

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BATMAN/TMNT Adventures: Team-Up. Die zweite!

Scheint was ernsteres zu werden mit Batman und den Turtles. Zumindest ist das letzte Team-Up ja gar nicht so lange her (könnt ihr hier nachlesen) und schwupps, gibt's das nächste. Ganz davon abgesehen, dass die Ghostbusters auch schon das Vergnügen hatten. Kommen ganz schön rum, die Turtles!

Und wer das letzte Team-Up gelesen hat, dem dürfte hier auch das ein oder andere bekannt vorkommen. Der erste Schock für die Schildkröten, dass es sowas wie sprechende Fledermäuse gibt, lustige Dimensionsportale und Shredder als Sidekick. Im Gegensatz zum ersten Team-Up spielt dieses hier in der Welt von Batman Adventures und es mischen hier auch Batgirl, Robin & Harley Quinn mit. Oh, und natürlich der Joker. Gut, im anderen Band auch, aber hier ist er eher ausgeflippt als todesgefährlich mit explodierenden Plastik-Hühnchen unterwegs. Oh, und als Running Gag kann er sich Shredders Namen nie merken... Stattdessen nennt er ihn Schnipsler oder Schrubber. Thihi.

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KILL OR BE KILLED 1: Mann oder Monster?

Mann oder Monster? Nun, diese Frage muss sich neuerdings auch Dylan stellen. Denn seit er nichts mehr auf die Reihe kriegt und sich - erfolglos - versucht das Leben zu nehmen, ist nichts mehr wie vorher. Apropos erfolglos... Dieser Umstand brachte ihn ja erst auf diese blöde Idee mit dem Selbstmord: keine Freunde und seine ehemals beste Freundin (in die er auch noch hoffnungslos verliebt ist), hat er ebenfalls verloren. Naja, jedenfalls ist sie jetzt mit einem "netten" Typen zusammen. Nun.

Es kommt noch schlimmer: kurz nach seinem missglückten Suizidversuch befiehlt ihm plötzlich eine dunkle Gestalt, böse Menschen umzubringen. Zumindest, wenn er gerne weiterleben möchte. Denn folgt er der Aufforderung nicht, ist er selbst dran. Achja, aber "nur" einen bösen Menschen pro Monat. Das wird ja wohl irgendwie machbar sein, oder..?!

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MAGGY GARRISSON 2: Mit Cookies, Köpfchen & Kurven

Na toll, SO hatte sich das Maggy nicht vorgestellt. Im ersten Band durch einen cleveren Schachzug um 15.000 Pfund Sterling reicher geworden und dann darf man das nicht mal auf den Kopf hauen. Bäh. Ich habe übrigens keine Ahnung, wieviel 15.000 Pfund Sterling umgerechnet sind, aber mein Gefühl sagt mir: viel. Oder wie Maggy es umrechnet: Mehr als ein Jahr lang Pommes! Wahnsinn.

Aber sie ist ja ein cleveres Mädchen und folgt dem Rat ihres neuen Freundes Alex und versteckt das Geld erstmal. Aber ist Alex wirklich ein Mann, dem man vertrauen sollte? Immerhin ist er ja ein Kleinganove. Muss man ja auch erstmal verdauen, dass der neue Freund quasi hauptberuflich Menschen verprügelt... Sympathisch ist ja auch mal was anderes, nech?

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IDEAL STANDARD: Dream. And Reality...

Die meisten Comic-Heldinnen müssen ja mit so einigem fertig werden (Aliens, finsteren Typen, genmanipulierte Ratten... Ihr kennt das). Und manchmal eben auch mit den Widrigkeiten des Alltags: Ms. Marvel und Spider-Woman sind da super Beispiele. Und ja, selbst Wonder Woman weiß manchmal nicht, wo oben und unten ist. Gut, bei ihr geht es immerhin um das oben und unten auf einer Paradiesinsel und Spider-Woman kann zur Not bei Captain Marvel anrufen, aber nun.

Ich finde es trotzdem sehr beruhigend, dass ich mittlerweile auf viele sympathische Comic-Heldinnen treffe, die Probleme wie du & ich haben. Ok, haben könnten. Denn die Kick-Ass-Fraktion lebt, natürlich, einen anderen Alltag als eine Maggy Garrisson - oder eben Claire. Claire ist Mitte 30. Und (noch) Single. Findet sie blöd. Und nu?

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UNERSCHROCKEN: Go for it, Girls!

Wie toll ist das denn? Seit meine Glupschäuglein auf der Seite von Reprodukt UNERSCHROCKEN entdeckt hatten, konnte ich es gar nicht mehr abwarten. Auf sowas hatte ich schon lange gewartet, hach. Denn mal ehrlich: wenn ich an taffe Frauen der Geschichte denke, kommen mir als erstes Xena und Prinzessin Fantaghirò in den Sinn. Die gab's allerdings leider nur auf dem TV-Bildschirm. Nun. Wenn ich mich ein bißchen anstrenge als nächstes Kleopatra und Marie Curie. Ist ja schonmal ein Anfang. Aber da ist ja noch Luft nach oben, hüstel. Gut, dass es im Lauf der Geschichte viel mehr taffe Ladies gab, hab ich zwar schon immer geahnt - aber jetzt weiß ich es endlich auch. Na endlich!

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AFFENDÄMMERUNG: Mon Diou!

Hach, was hab ich mich auf diesen Band gefreut: Affen! Eine Raumkapsel! Noch eine Affe! Toll. Da schlägt mein kleines Planet der Affen-Fanherzchen doch gleich ein wenig schneller. Den ersten Teil hab ich übrigens als Kind gesehen und war völlig traumatisiert von der Szene, in der klar wird, dass nicht alle Menschen frisch & munter - die Betonung liegt auf frisch! - in der Raumkapsel überlebt haben. Tja, da muss man durch. Später wird's ja nicht weniger traumatisch. Nun.

Jedenfalls bin ich sofort ganz vorne mit dabei, wenn es um sprechende Affen geht. Die gibt's hier. Yay! Und es geht um Religion. Bzw. darum, was Religion mit Mensc.. äh, Affen anstellen kann. Was für eine Mischung. Mon Dieu! Pardon, Mon Diou! Um diesen "Gott" geht es hier nämlich. Und um einen Propheten, der sprichwörtlich vom Himmel fällt: Rhesus.

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DER GROSSE BÖSE FUCHS: Awwww!

Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss. In diesem Fall ein Hühnchen (oder zwei) erbeuten. Leider nimmt ihn dabei niemand wirklich ernst. Niemand. Und so gibt's seit Wochen nix zu beißen - von den Steckrüben mal abgesehen, die er von seinen Kumpels (Schweinchen & Hase, so knuffig!) auf dem Bauernhof zugesteckt bekommt. It's a hard knock life... Hmpf. Aber zum Glück hat der große böse Wolf eine Idee. Warum nicht ein paar Eier klauen, ausbrüten und zack, zartes Hühnchenfleisch genießen? Oh ja! Da klingeln die Öhrchen vom Fuchs vor Begeisterung. Prima Idee, aber wie heißt es doch so schön..? Ohne Fleiß kein Prei.. äh, Hühnchen!

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NICK CAVE: Faszinierend! Und verwirrend. Aber nur ein bißchen.

Puh. Manchmal ist das ja so eine Sache mit den Erwartungen und der Realität... Ihr kennt das. Auch hier geht es ja um einen konkreten Fall von "War ganz anders als ich so dachte. Aber irgendwie gut". Ich hatte mich nämlich auf NICK CAVE - Mercy on me gestürzt, weil ich dachte, es handele sich hierbei um so etwas wie eine Biografie. Nacherzählung seines Lebens. Ihr wisst schon. Ist aber nicht so wirklich der Fall. Aber ach, aktuell scheint es ja sowieso Trend zu sein, bloß KEINE Biografie in Comicform zu pressen (den Fall hatten wir ja schon bei MAGRITTE). Nun.

Aber was ist der vorliegende Band dann? Tja, wenn DAS mal so einfach in Worte zu fassen wäre. Irgendwie alles. Aber nicht nichts. Aber lasst mich erklären...

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JIM CURIOUS: Hinter der Alge gleich links...

Hach Leute, wat schön! Da latsche ich letztens so durch den Comicladen und was erblicken meine hocherfreuten Glupschäuglein? JIM CURIOUS! Die unendlichen Weiten des Weltraums und des Ozeans haben es mir ja angetan - gut, letzteres ist theoretisch ja schon endlich - aber ach, da gibt's ja noch einiges zu entdecken! Und genau das könnt ihr hier tun! Wobei die schwarz-weiße Anmutung des Ozenas auch gut zum Weltraum gepasst hätte, vielleicht kann der gute Jim da ja auch nochmal hin..? Denn die Reise ohne Worte (aber mit 3D-Brille!) ist wirklich zauberhaft... So schön retro, thihi.

Wisst ihr noch, damals? Als 3D aus diesen lustigen Pappbrillen bestand, mit "Plastikgläsern" in blau und rot? Ja, willkommen zurück, liebe Freunde! (Das Beste ist ja, wenn ihr zufällig noch irgendwo so eine Brille rumfliegen habt, könnt ihr mit der auch hier auf dem Bildschirm schonmal ein dreidimensionales Glupschäuglein draufwerfen. Toll, wa? Mir gefällt vor allem die skeptisch guckende Robbe unten links. Ich liebe sie.)

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MAGRITTE: Das ist keine Biografie! Oder doch..?

Ich weiß ja nicht wie euer Kunstunterricht so ausgesehen hat, aber ich hab gefühlt immer nur irgendwelchen Quatsch gemalt. Oder gezeichnet. Oder geklöppelt. Über bekannte Maler/innen wurde aber höchstens mal am Rande gesprochen. Genauer gesagt: ich weiß quasi nichts. Mein Kunstwissen beschränkt sich auf Zitate wie "Dalí..? Bei dem schmilzen die Uhren immer inner Wüste, ne?" Nun. Merk ich selber. Ich würde da auch gerne was dran ändern, aber die Motivation sich durch Bücher zu kämpfen, die mir nun erklären warum bei dem einen die Uhren schmelzen oder der anderen gerne Hüte malt, beschränkt sich auf... Hüstl. Geht halt so.

Aber wie gut, dass es jetzt Abhilfe gibt! Ha! Denn mit MAGRITTE: Dies ist keine Biografie wird sogar Kunstbanausen wie mir der Einstieg gaaanz leicht gemacht. Super Idee! Aber versteht man als Kunstbanause überhaupt irgendwas..?

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WELTRAUMKRÜMEL: Mit Karacho durch die Galaxis!

Der Weltraum! Unendliche Weiten! Tja, und genau da hat man dann den Salat, wenn Vati im Weltraum verschollen ist. Prima. Aber gut, als galaktischer Holzfäller lebt man ja sowieso ständig am Limit - vor allem in einer Welt, in der Weltraumwale (!) besonders gerne Blech und Schrott futtern. Und mit den verrückten Walen fängt auch alles an... Die verputzten nämlich Violets Schule. Klingt erst prima, ist dann aber doch irgendwie blöd. Anschließend wird auch noch Violets Vater verschleppt und Mutti ist plötzlich auch weg. Und was macht ein tapferes kleines Mädchen? Richtig, man wirft sich mutig und allein in die... Moment, allein?! Ach was! Zum Glück hat unsere tapfere Weltraumeroberin ihren neuen Freund Elliot (ein leicht hysterisches Hühnchen mit Zukunftsvisionen) und ihren alten Freund Zacchäus (der letzte lebende Lumpkin) dabei. Gemeinsam stürzt sich die tapfere - naja, mehr oder weniger (das Hühnchen! Hüstl!) - Truppe ins Abenteuer...

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ANDROIDEN & S.A.M. - Roboter haben auch Gefühle!

Roboter! Androiden! Yay! Dieser Monat ist ein guter Monat - zumindest, wenn ihr Roboter mögt. Oder Androiden. Oder beide! Denn Splitter haut diesen Monat gleich zwei neue Comics raus, hurra! Und da ist für jeden Geschmack was dabei, ganz gleich ob es sich um die Stepford-Frauen, den T-800 oder Sonny handelt - hier findet jeder den passenden Comic für sich. Also, Daft Punk angeschmissen und auf, auf!

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MAGGY GARRISSON 1: Mit Kippe, Köpfchen & Kurven!

Hach, was freut sich mein kleines Herzchen, dass Maggy Garrisson in mein Comic-Dasein getreten ist. Ich liebe sie! Und ihr hoffentlich bald auch. Meine neu entdeckte Liebe habe ich übrigens dem TätowierMagazin zu verdanken, jawoll! Denn mein Herzchen schlägt ja sowohl für Comic- als auch für Tätowierkunst und in der aktuelle Ausgabe (August 2017) wurde im Magazin die gute Maggy vorgestellt (allein die Tatsache, dass das Tätowier Magazin regelmäßig gute Comics vorstellt, lässt mich schon Fan davon sein. Toll ist das!). Und musste ich natürlich sofort haben.

Denn Maggy ist - mehr oder weniger freiwillig - Privatdetektivin. Das weiß sie zwar noch nicht, aber wir wissen es von der ersten Seite an. Es sprechen schließlich auch alle Indizien dafür: sie legt eine herzliche Kaltschnäuzigkeit an den Tag, hat Köpfchen, pfeift auf Konventionen und in Bezug auf den Schnapskonsum steht sie einer gewissen Jessica Jones ebenfalls in nichts nach. Bloß muss Maggy brenzlige Situationen allein mit Köpfchen bewältigen, Superkräfte hat sie nicht. Braucht sie aber auch nicht!

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DEVOLUTION: Oh mein Gott!

Mal unter uns: so ratlos wie bei DEVOLUTION war ich schon lange nicht mehr bei einem Comic. Ich bin selbst ein wenig schockiert darüber, wie wenig ich mit DEVOLUTION anfangen kann, obwohl es ja eigentlich alle Zutaten beinhaltet, die ich doch so mag: einen gepflegten Weltuntergang, viele Trottel, die von einer unbeugsamen Kämpferin vermöbelt werden und eine mysteriöse Verschwörung. Warum bin ich dann nicht begeistert vom Stuhl gefallen? Warum? Warum nur?! Nun. Eigentlich weiß ich ganz genau, warum.

Aber gut, fangen wir vorne an: die Welt versinkt im Chaos und steht kurz vorm Untergang (soweit nix neues, nech), als ein paar besonders schlaue Schlaumeier beschließen, einen Wirkstoff zu entwickeln (DVO-8), der den Teil im Hirn lahmlegen soll, der an Gott glaubt. Natürlich gibt es Nebenwirkungen, an die vorher keiner gedacht hat. Natürlich. Und so verwandelt sich ein Großteil der Menschen in Neandertaler zurück und die Tierwelt gleich mit. Evolution rückwärts. Oder so ähnlich. Denn nun schwirren Moskitos groß wie Kälber durch die Luft, während sich unsere Heldin Raja durch die verstörende Landschaft kämpft, auf der Jagd nach einem Impfstoff. Na, merkt ihr schon was..?

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LADY MECHANIKA: Die Mischung macht's!

Steampunk und ich. Nun. Ich würde nicht sagen, dass wir keine Freunde sind, eigentlich kennen wir uns kaum. Wir sind sowas wie flüchtige Bekannte. Ich weiß, dass es ihn gibt, aber in meiner kleinen (Comic-)Welt spielte Steampunk bislang keine große Rolle. Bis jetzt! Denn tadaa, sagt Hallo zu LADY MECHANIKA!

Und hallöchen, die Dame hat Pfeffer im Arsch! Und Metall in den Armen! Oh man. Beste Überleitung EVER! Hüstl. Und wie ihr Name es vermuten lässt: sie ist eine Art Hybridwesen. Ein Mensch, nur eben technisch aufgepimpt. Toll! Robocop wäre verliebt - aber leider, leider lebt die fesche Mechanika nicht in der Zukunft, sondern im spätviktorianischen Zeitalter. Aber hä, zur Zeit Victorias gab es doch noch nicht so fancy Technik-Zeugs? Gut, dann eben Vergangenheit, aber mit einem guten Schuss Zukunftstechnologie. Und Fantasy. Zumindest lässt das der kleine Racker hier vermuten... Verrückt.

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MOHNBLUMEN AUS DEM IRAK

Woran denkt ihr, wenn ihr an den Irak denkt? Mir fällt ja einiges ein, aber eigentlich immer im Zusammenhang mit politischen Unruhen und Bildern, die ich aus den Nachrichten kenne. Das ist traurig - vor allem für die Menschen, die den Irak auch ganz anders kennen. Wie Brigitte Findakly. Die ist in den 60er Jahren als Tochter einer Französin und eines Irakers in Mossul aufgewachsen und hat dort eine richtig gute Zeit gehabt. Naja, meistens. Denn kulturelle Missverständnisse und hier und da ein kleiner Staatsstreich bringen irgendwann auch in die muckeligste Bude Unruhe. Aber all das ist nicht zu vergleichen mit dem, was der Irak in den letzten Jahrzehnten erleben sollte.

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BIRGIT: Lautlos explodierte sie. Innerlich.

Und wieder einmal habe ich bei Reprodukt ein kleines Schätzchen entdeckt: Birgit. Obwohl ich mich niemals trauen würde, Birgit ein Schätzen zu nennen. Undenkbar. Birgit ist viel mehr ein Schatz. Eine Arbeitskraft vom alten Schlag. Eine Koryphäe (Ha! Noch so ein Wort, das ich noch nie geschrieben habe) im Reich der Stempelkissen, Tacker und Ringordner. Birgit weiß ganz genau, wo der Kopierer am liebsten das Papier staut, der Locher klemmt und sich der Rotwein am besten unterm Schreibtisch platzieren lässt. Ich verspreche euch, falls ihr jemals eine Frau wie Birgit als Kollegin, Lehrerin oder Beamtin kennenlernen durftet - ihr werdet euch sofort an sie erinnern!

Jedes Panel ist so treffsicher umgesetzt, dass man nach nur wenigen Seiten ganz genau weiß, wie Birgit tickt, was ihr auf den Keks geht und vor allem: dass die neue Vorgesetzte nervt. Gewaltig.

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NIMONA: Gute Mädchen kommen... ach, ihr wisst schon!

Und die bösen überallhin?! Nun. In dem Fall schon! Immerhin ist Nimona eine junge Frau mit etwas, nun, sagen wir mal ungewöhnlichen Träumen. Nix da mit Prinz, Pferd und Pfannkuchen (obwohl, beim letzten Punkt bin ich mir grad nicht sicher... aber ach, die Alliteration musste ich einfach mitnehmen). Nimona will nix geringeres als die Weltherrschaft! Harhar! Naja, gut, das Königreich würde es auch erstmal tun. Und was macht man als böses Mädchen mit solchen Vorsätzen? Na klar, Praktikum beim Bösewicht! Ballister Blackheart heißt der gute - pardon - böse Mann! Aber ob sein Herz wirklich so rabenschwarz ist, wie alle glauben? Nah... Ich seh da auch ein bißchen hellgrau.

Aber nicht nur wir finden raus, wie schurkisch unser Schurke wirklich ist, auch Blackheart muss herausfinden, wer diese eigenwillige junge Dame eigentlich wirklich ist, die voller Inbrunst Eroberungspläne schmiedet und über Leichen(teile) geht...

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Die Sweeten: Zwei bekloppte Hasen

Der ganz normale (tägliche) Wahnsinn, verpackt in süße Buntstiftzeichnungen. Hach, was schön! Es fallen Sätze wie "Toller Tee. Gibt's den auch mit Geschmack?" oder "Ich muss morgen beruflich nach Mittelerde. Null Bock drauf". Großartig! Die kurzen Anekdoten kommen dabei wie eine kuschlige Wolldecke an einem deprimierten Tag  daher. Einer leiser Hauch Melancholie schwingt dabei immer mit, aber ohne wär's ja auch fad. Nicht wahr? 

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Ghostbusters/TMNT: New York, New York

Die Turtles! Die Ghostbusters! Die Helden meiner Kindheit - in einem Comic! Hurra! Ich freu mich ja wie Bolle über jeden Comic und jedes Crossover, das mir über den Weg läuft. Nachdem die Turtles letztens schon auf den guten alten Batman treffen durften, sind nun die Ghostbusters dran. Toll! Beide Truppen sind ja in New York zu Hause, aber hach, leider, leider in verschiedenen Dimensionen. Wie gut, dass den Turtles hier beim fancy Test-Teleportieren ein Missgeschick passiert und sie im New York der Ghostbusters landen.

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Du kannst natürlich heute noch hier schlafen...

Ok. Auf dem Klappentext werden mir "schonungslos ehrliche Anekdoten aus gescheiterten Beziehungen und katastrophalen Affären" angekündigt. Oder gar angedroht..? Nun. Zum Glück sind die gescheiterten Beziehungen und katastrophalen Affären hier so locker-leicht in farbenfrohe Panels gepackt worden, dass gute Laune anstatt Frustration aufkommt. Ein Glück! Ich wollt schon fast Eis und Taschentücher holen - aber nicht doch. Hier geht es gar nicht um Frustration & Weltschmerz, sondern um schonungslos ehrliche Einblicke in Momente eines Singlelebens, die sicher auch der ein oder andere so schonmal erlebt hat. Ganz bestimmt.

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PAPA DICTATOR: Weltherrschaft!

Papa Dictator - ein drolliges Kerlchen! Er liebt Panzer & Raketen, seine Kinder und die Weltherrschaft. Was er nicht mag: "freche" Journalisten und die Meinungsfreiheit im allgemeinen. Und wer hat eigentlich dieses Internet ins Land gelassen? Manmanman! Gleich verbieten!

Ganz ehrlich: ich könnte da gleichzeitig lachen und weinen, denn irgendwie fallen mir aktuell so einige Staatsmänner ein, die das - mehr oder weniger - genauso umsetzen. Oder würden, wenn sie könnten. Was ziemlich erschreckend ist. Hilfe! Das kann man ja alles nur noch mit schwarzem Humor verkraften!

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GEISEL: 111 Tage

Es gibt Comics, die vergisst man nicht. Und GEISEL ist so einer, das wusste ich schon nach den ersten paar Seiten. Und ich sag mal so, Seiten hat dieser kleine Klopper einige zu bieten: 432 sind es insgesamt. 432! Aber glaubt mir - keine davon war (oder ist) zuviel. Finde ich auch erstaunlich. Aber wenn ein Comic, der zu 90 Prozent der Zeit in einem kargen Raum spielt, DAS schafft, dann kann man da nur seinen Hut ziehen. Vor allem vor dem Mann, der das alles erlebt hat: Christophe war 111 Tage lang Geisel tschetschenischer (ein Wort, das ich nie wieder schreiben möchte, mon dieu!) Rebellen.

Und schonmal vorweg: Nein, er war nicht auf Abenteuerurlaub im Krisengebiet, sondern Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Sein erster Job. Sein erster! Und dann gleich entführt. Na toll. Wie man sich da fühlt, das schildert er in diesem Band, in dem er seine Erlebnisse verarbeitet.

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LAZARUS 1: Die bucklige Verwandtschaft...

Eigentlich wollte ich die Rezension zu LAZARUS ja schon an Ostern bringen - ihr wisst schon, Auferstehung von den Toten und so. Das konnte ja angeblich nicht nur Jesus, sondern auch der gute Lazarus. Gut, mit dem biblischen Lazarus hat dieser hier auf den ersten Blick wenig zu tun. Obwohl... Die Sachen mit dem Auferstehen klappt hier auch ganz gut! Naja, zumindest so in der Art. Denn die sympathisch guckende Dame auf dem Cover ist ein Lazarus, ein genetisch modifizierter Mensch, der sich selbst heilen und regenerieren kann. Und wer sich selbst heilen kann, ist quasi unsterblich. Tadaaa! Daher heißt die gute Frau passenderweise auch Forever. Oder abgekürzt Eve. Noch ein biblischer Verweis! Huch, die gibt's hier einige. Und wo wir grad beim Thema sind:

Lazarus kommt übrigens aus dem hebräischen und heißt übersetzt soviel wie "Gott hat geholfen", zumindest sagt das Wikipedia. Und die müssen es ja wissen. Auch wenn in diesem Fall wohl eher die Götter in Weiß gemeint sind. Nun.  

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TOMBOY: Ein Raubein auf High Heels

Schnallt euch an liebe Comicsfans, klappt die Rückenlehne hoch & haltet euch fest - denn in diesem Comic ist richtig was los! Alles beginnt mit dem wenig rühmlichen Tätigkeitsfeld unseres Protagonisten Frank Kitchen. Ein Auftragskiller mit der Temperatur eines Gefrierfachs. Aber dafür liegt die Erfolgsquote auch bei quasi 100% - kann man nichts gegen sagen! Nun ja, bis jetzt. Denn irgendwen scheint der gute Frank verärgert zu haben. Wie er darauf kommt? Nun, er wird in eine Falle gelockt und wacht nach einer gefühlten (und tatsächlichen) Ewigkeit mit einem Brummschädel wieder auf. Und ähm, neben dem Brummschädel entdeckt er noch ganz andere Sachen an sich...

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PATIENCE: Zeitreisen & andere Katastrophen

Meine lieben Comic-Freunde, es ist mal wieder Zeit für eine Zeitreise! Whoop whoop! Ihr wisst, ich LIEBE Zeitreisen und all die Knoten, die solche Geschichten in die Hirnwindungen wurschteln können (wie z.B. EI8HT). Aber halt, stop - PATIENCE ist anders. Hier kommt man auch ohne Mitschreiben oder das Aufmalen eines lustigen Zeitstrahls prima mit, wird aber dafür umso mehr emotional beansprucht. Ganz nach dem Motto: Nix anfassen bei Zeitreisen, nix anfa... ach, scheiß doch drauf! Oh, doch keine gute Idee... Ach verdammt. 

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle im Strom der Zeit quasi. Und wer sitzt drin? Jack. Er und Patience sind seit vielen Jahren ein Paar und trotzen den Widrigkeiten, die das Leben so mit sich bringt. Er verteilt Flyer, während sie glaubt, er habe einen "anständigen Bürojob". Nun. Trotz der Schwierigkeiten lieben sich die beiden aber heiß und innig und freuen sich auf ihr erstes Baby. Soweit, so gut. Das kleine Glück zerbricht jedoch für Jack in dem Moment, in dem er nach der Arbeit Patience tot in der gemeinsamen Wohnung auffindet. Ermordet.

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Die Leichtigkeit: (Über-)Leben nach dem Terror

Es soll ja Menschen geben, die Comics als unrealistischen Quatsch abtun. Nah! Wir wissen es besser. Zum einen, weil psychische Probleme, traumatische Erlebnisse und Schuldgefühle zu unseren Helden gehören wie zu echten Menschen.

Aber: Was macht man nach einem Trauma, wenn man kein/e Superheld/in ist? Was, wenn ein traumatisches Ereignis einen so aus der Bahn wirft, dass man nicht mehr weiß, wie man weiterleben soll? Wie man jemals wieder lachen soll? Eine Antwort auf diese Frage wollte - und musste - auch die Charlie Hebdo-Zeichnerin Catherine Meurisse finden. Denn am 07. Januar wurden fünf ihrer Kollegen von Terroristen in Paris ermordet und nichts war mehr wie vorher. Und Catherine? Die macht einen Comic darüber.

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