H.P.Lovecrafts DER HUND & ANDERE GESCHICHTEN: Du sollst nicht stehlen...

Wie ihr vielleicht wisst, arbeite ich mich ja gerade an einem recht imposanten Lesestapel für meinen Jury-Job beim Rudolph Dirks Award ab (es sind nur noch über 70! Hurra! Und gleichzeitig: Hilfe!), daher fallen meine Rezensionen grad etwas kürzer aus. Aber macht ja nüscht, hier handelt es sich ja schließlich auch um Kurzgeschichten! Drei Stück, um genau zu sein. Alle drei stammen ursprünglich aus der Feder von H.P. Lovecraft. Unter uns: ich verspüre immer einen starken inneren Drang "Baxxter" zu schreiben, wenn ich mit H.P. anfange. Hach, die 90er...

Nachdem mich ja schon durch die Augen des guten Alberto Breccia die Welt von H.P. kennenlernen durfte, geht es nun mit dem japanischen Künstler Gou Tanabe weiter, der die drei Kurzgeschichten Der Tempel, Der Hund sowie Stadt ohne Namen als schwarz-weiß-Stücke adaptiert hat. Und wie er sie adaptiert hat! Eine wahre Augenwonne! Hier findet ihr eine Leseprobe.

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BOUNTILUS 1: Crash Test Einhorn

Sie haben es geschafft! Captain Nihil und seine rechte Hand (bzw. Hände...) Lieutenant Quattro sind nun stolze Bewohner eines 144 Seiten starken Comicbandes. In Hardcover! Toll! Bereits die Kostprobe im April im vergangenen Jahr versprach ja einiges an Witz & Charme im Weltall und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Bzw. doch, in einem Punkt schon (wie die kryptische Emoji-Kurzrezension verrät...), aber kommen wir erstmal zu den erfreulichen Punkten!

Der Calamari Cult macht genau an dem Punkt weiter, an dem wir unser Crash-Duo letztes Jahr ihrem Schicksal überlassen hatten. So weit, so gut. Nun erwartet man als Leser*in ja, dass es auf den ersten Seiten auch wieder mit Nihil und Quattro weitergeht, aber nix da! Stattdessen begegnen wir einem sprechendem Einhorn (gut, wenn es schon Einhörner gibt, warum sollten sie nicht sprechen können, wa?) und vier tapferen Typen, die anscheinend gerade erfolgreich einen Ponyhof gerrettet haben. Ganz nach dem Motto: Braun ist das Gegenteil von Bunt. Word!

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X-23: Sind wir nicht alle ein bißchen Gabby..?

Hach, was bin ich erleichtert! Puh. Ich hatte nämlich tatsächlich etwas Bammel vor dem ersten Band X-23. Nein, nicht vor Laura! Ach was. Aber Leute, der Vorgänger-Wolverine-Run um Laura, ihre Schwester und - nicht zu vergessen! - Vielfraß Jonathan hat mich so sehr begeistert, dass ich ein wenig Angst hatte, dass der neue Run nicht mithalten kann. Denn vorher war alles drin, was ich mag: eine taffe Heldin, eine gute Portion Humor in Form von Gabby und ein tierischer Sidekick, hach! ʕ •ᴥ•ʔ

Dementsprechend war ich ein sehr gespannt, ob der aktuelle Run diese Zutaten beibehält oder die neue Autorin nicht doch noch auf die Idee kommt, Gabby oder Jonathan über die Klinge(n) springen zu lassen (thihi!). Aber zum Glück ist nichts davon passiert! Gabby ist wohlauf! Nun ja, noch...

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KRAZY KAT: Crazy Pippil!

Gleich zu Beginn ein Geständnis: Ich besitze quasi zwei Comic-Lesestapel. Einen zu Hause auf dem Sofa (man könnte die Comics auch auf den Tisch oder den Boden legen, aber nein! Sie sitzen quasi mit mir auf dem Sofa, thihi) und einen imaginären. In meinem Kopf. Da finden sich Titel, die ich (noch) nicht besitze, weil gerade keine bezahlbare Ausgabe auf dem (deutschen) Markt herumschwirrt oder keine fetzige Übersetzung vorliegt. Oder einfach aus Gründen. Nun. Das war auch bei Krazy Kat der Fall.

Ich habe zwar schon viel von der Katze gehört, die einer kleinen Maus verfallen ist und mit Ziegelsteinen beworfen wird (und das Jahrzehnte vor Tom & Jerry! Verrückt!), aber mal ehrlich: Ein Klassiker aus den 20er-40er Jahren, da denkt man halt nicht als erstes dran. Bis ich letzte Woche darauf aufmerksam gemacht wurde, dass der TASCHEN-Verlag nun die kompletten Sonntags-Strips auf den Markt schmeißt und ich einen Blick hineinwerfen darf. Yay! Ist ja immerhin ein gewichtiger Klops Comicgeschichte, und das sogar buchstäblich mit über 600 Seiten und fast sieben Kilo Gewicht! Hach, es hätte nun der Beginn einer wundervollen Liebe zwischen Krazy Kat und mir werden können. Ist es aber leider nicht...

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APOLLO 11, Juli 1969: Auf zum Mond!

Apollo 11! Der erste Mensch auf dem Mond! Leute! Das ist auch schon wieder 50 Jahre her, verrückt. Und mal ehrlich: Wenn ich mir die Technik zu der Zeit so anschaue, finde ich es fast schon erstaunlich, dass die das 1969 tatsächlich geschafft haben... Die Reise ist aktuell übrigens sehr eindrucksvoll in der Doku APOLLO 11 zu bestaunen, und das in Farbe! Kann ich sehr empfehlen.

Zum 50. Jubiläum habe ich mich natürlich nicht lumpen lassen und mir drei Titel vorgeknöpft, die zu diesem Anlass im Juni und Juli erschienen (bzw. neu aufgelegt worden) sind. Ist ja auch ein richtiger magic moment, der erste Mann auf dem Mond... Pardon, es waren zwei. Da fängt es ja schon an! Und sowieso: Habt IHR euch schonmal Gedanken darüber gemacht, wie es dem dritten Mann so ging, der zwar mit zum Mond geflogen ist, ihn aber nicht betreten konnte? Ich nicht. Ich wusste auch nicht, dass das Rennen zum Mond bereits drei Astronauten das Leben gekostet hat, bevor die Raumkapsel überhaupt nur in die Nähe des Mondes gekommen war. Aber dafür gibt es ja Comics....

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WONDER WOMAN: Erde Eins um Mitternacht

Bekannten und beliebten (Comic-)Figuren einen neuen Anstrich verpassen oder sie direkt in eine alternative Realität verpflanzen? Na klar! Warum auch nicht? Meistens ist das ja sehr erfrischend. Meistens. Aber manchmal will der Funke einfach nicht überspringen. So geschehen bei Wonder Woman: Erde Eins. Zweiter Teil. Den ersten fand ich eigentlich ganz gut, aber der zweite... Puh, schiwerig.

Dabei werden in der Neuinterpretation von Dianas Origin durchaus ein paar frische Pinselstriche gewagt und ein paar spannende Fragen aufgeworfen: Wie würden im Jahr 2019 emanzipierte Frauen wirklich auf Wonder Woman reagieren? Wären sie restlos begeistert oder gäbe es auch kritische Stimmen? Kleiner Spoiler: Gibt es!

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STRANGER THINGS 1: Hello from the other side!

Hello, can you hear me..? Tja, Adele scheint auch schon Erfahrungen mit der Schattenwelt gemacht zu haben. Oder schlechtem Empfang. So oder so: Will aus der Stranger Things-Crew war tatsächlich auf der anderen Seite. Und wir alle wissen seit dem Ende der ersten Staffel: Man kriegt Will zwar aus der Schattenwelt, aber die Schattenwelt nicht aus Will...

Aber was ist eigentlich passiert, während Will auf der anderen Seite war? Wirklich viel gesehen haben wir - von einer blinkenden Lichterkette mal abgesehen - ja nicht von ihm. Zumindest kann ich mich gerade nicht daran erinnern... Ist halt so eine Sache nech, Staffel eins habe ich vor drei Jahren geguckt. Falls ihr also auch nicht mehr ganz zusammen bekommt, wie Will in der ersten Staffel genau abhanden gekommen ist, hier gibt es eine Auffrischung. Ehrlich gesagt habe ich mich sehr auf den Band gefreut, denn ich bin optimistisch davon ausgegangen, dass er mir die Wartezeit bis zum Beginn der dritten Staffel am 4. Juli versüßt. Das hat dann aber leider nicht so richtig geklappt...

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SKIM: Mein Herz, eine kaputte Waschmaschine

Also eins vorweg: Wenn ihr bei den aktuell tropischen Temperaturen eine Comic-Lektüre sucht, die ihr im gleißenden Sonnenschein genießen könnt, dann ist SKIM vielleicht nicht ganz das richtige. So von der Stimmung her... Zumindest NOCH nicht. Denn die Geschichte von Skim aka Kim spielt im Herbst. Vor allem gefühstechnisch. Kim ist nämlich alles andere als ein Sonnenscheinchen. An dieser Stelle wollte ich übrigens noch ein Zitat einbauen, mir kam irgendwie der Satzfetzen "kein Licht leuchtet mir..." in den Sinn, aber beim Recherchieren wurden mir nur Hilfe-Foren für kaputte LED-Lampen vorgeschlagen. True Story.

Na dann eben ohne deepe Lyrik: Skim hat einfach selten gute Laune. Sie ist eher Außenseiterin als Klassensprecherin, ihr Style als Goth und das neu erwachte Interesse an der Wicca-Bewegung (eine naturverbundene, mystische Religion) sprechen ebenfalls für sich. Zumindest für ihre Klassenkamerad*innen. Ihre einzige richtige Freundin versteht sie auch nur so halb und dann stehen dann plötzlich auch noch diese verwirrenden Gefühle im Raum, wenn Kim ihre Englischlehrerin sieht. Und die sieht man als Schülerin ja ziemlich oft...

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CATWOMAN 1: Gebrochene Herzen und Rippen

Hurra! Der neue Catwoman-Sammelband ist da! Weihnachten, Ostern & Internationaler Katzentag in einem! Zumindest für mich. Denn wie ihr vielleicht wisst: Es gibt viele tolle Super- und Antiheldinnen, aber Catwoman war, ist und bleibt meine Nummer eins.

Dementsprechend kann ich mich nach dem Hochzeitsfinale der gebrochenen Herzen wenigstens damit trösten, dass es wieder eine Solo-Catowman-Serie gibt. Davon hat der arme Bruce zwar nüscht, aber nun. Ich war jedenfalls guter Dinge, weil ich den Stil von Joëlle Jones sehr, sehr gerne mag und Lady Killer durchaus meinen Geschmack getroffen hat. Ob die Serie aber auch an meinen Lieblings-Catwoman-Autor Ed Brubaker herankommt oder sogar übertreffen kann..?

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DCEASED 2: Smartphone 2.0, das Evilphone!

Uiuiui! Also nachdem das erste Heft mich ja schon gut abgeholt hatte (hier meine Rezension), geht es hier jetzt richtig los!

Eines darf und sollte man allerdings nicht tun: darüber nachdenken, wie sinnig die Prämisse nun ist, dass Smartphones einen Tech-Virus übertragen, der Menschen in Zombies - bzw. Smombies - verwandelt. Nein, nein. Nein, das tun wir nicht. Denn glaubt mir: wenn man nicht darüber nachdenkt, hat man einfach mehr Freude an der Apokalpyse!

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LINCOLN 2 & 3: Gottes Experiment und Teufels Beitrag

Hach ja, was habe ich den guten Lincoln bereits im ersten Band in mein Herzchen geschlossen: er flucht, säuft und nimmt kein Blatt vor den Mund. Nie! Diese Erfahrung musste auch schon der liebe Gott machen. Er hat nämlich aus (bisher) unerfindlichen Gründen beschlossen, Lincolns nihilistischen und zynischen Blick auf das Leben etwas gerade zu rücken. Er will es zumindest vesuchen. Die ultimative Challenge sozusagen.

Zu allem Überfluss mischt sein alter Kumpel, der Teufel, auch noch mit... Und sowieso: unser schlecht gelaunter Revolverheld kann sich sowieso nicht über mangelnde Gesellschaft beklagen. Während er am Ende des ersten Bandes unfreiweillig Zuwachs in Form drei junger Farmer bekommen hat (die er ungefähr so herzlich wie Fußpilz begrüßt), geht es im zweiten Band um eben diese neue gegründete Gang und ihre Mission, mal so richtig aufzuräumen im wilden Westen. Und das ist auch bitter nötig. Denn so schnodderig Lincoln auch rüberkommen mag, wenn es um offensichtliche Ungerechtigkeiten gegenüber amerikanischen Ureinwohnern geht, rührt sich sogar etwas in seinem schwarzen Herzchen... 

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DOMINO: Mein Spirit Animal, diese Ratte!

Domino kennt es nicht anders: Wird es brenzlig, springt ihr Glücksfaktor an. Und mit brenzlig meine ich akute Lebensgefahr. Beim Lottospielen hilft Neena aka Domino ihr Glück leider herzlich wenig. Aber hey, wenn es um Leben und Tod geht, ist der Faktor am Start. Also durchaus praktisch, vor allem als Söldnerin! Zumindest bis jetzt. Denn kaum trifft die Söldnerin und Neu-Mops-Besitzerin auf einen unsympathischen alten Mann und eine Dame namens Topaz, ist die Glückssträhne dahin. Zumindest vorrübergehend, aber das kann ja für ein böses Ende schon ausreichen...

Denn ohne Erklärung wirft eben diese Domino an ihrem Geburtstag aus dem Fenster. Einfach so. Da guckt nicht nur der Mops dumm aus der Wäsche, auch Neena. Davon abgesehen, dass sie auch nur Unterwäsche an hat. Ich verkneife mir an dieser Stelle mal einen Kommentar, ob das denn wirklich nötig war... Obwohl, warum verkneifen? Warum, Simone, warum? Ist es nicht dramatisch genug, an seinem Geburtstag aus dem Fenster geschmissen zu werden? Ist die Spitzenunterwäsche hier irgendwie dramaturgisch relevant? Nicht? Na bitte, sehe ich auch so.

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SUMPFLAND: Das Leben, das Universum & ALDI!

Ok, stellt euch folgendes Szenario vor: Ihr sitzt nach ein paar Cocktails zuviel (die mit bunten Schirmchen und Palme!) angetüddelt an der Bar. Vielleicht müsst ihr euch sogar schon etwas festhalten. Plötzlich sagt die Person neben euch nachdenklich einen Satz und ihr denkt: wow! So deep! Und dann beginnt ihr, weiter darüber nachzudenken und merkt plötzlich, dass ihr es eigentlich doch nicht ganz verstanden habt. Aber ihr wollt auf jeden Fall am nächsten Tag nochmal drüber nachdenken! Ganz bestimmt!

Ungefähr so fühle ich mich nach der Lektüre von SUMPFLAND. Es ist nämlich abwechselnd total aus dem Leben gegriffen, klar und deutlich und dann wieder sehr kryptisch. Aber mit putzigen Lebewesen! Aber auf jeden Fall muss ich jetzt nochmal drüber nachdenken... Macht ihr mit?

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DAS GOLDENE ZEITALTER: Kirschen & Schnaps

Stellt euch vor, Prinzessin Fantaghirò und Jeanne d'Arc würden sich auf ein Tässchen Tee treffen. Wisst ihr, wer da mit am Tisch sitzen würde? Tilda. Ich kenne sie zwar erst seit exakt 232 Seiten, aber ich verwette ein Wildschwein darauf, dass sich die drei prima verstehen würden. Zumindest Jeanne d'Arc und Tilda. Warum? Ich sag's euch.

Tilda ist eigentlich die rechtmäßige Nachfolgerin des verstorbenen Königs. Einen Tag vor der Krönung kommt ihr allerdings die intrigante Familie in die Quere und schickt sie erstmal in die Wüste. Ok, in den Wald. Das Ergebnis wäre aber mehr oder weniger dasselbe. Zwei treue Freunde erretten sie zwar vor dem drohenden Exil, aber leider nicht vor einem Pfeil, der sie beim Tumult erwischt und schwer verletzt. Sie schaffen es trotzdem zu fliehen. So weit, so gut. Wären da nur nicht diese crazy Wahnvorstellungen, die sie mit blutenden Augen, Händen (und wer weiß, was da noch alles kommt!) durchleben und -leiden muss und danach das diffuse Gefühl hat, für etwas Höheres bestimmt zu sein. Ihr merkt, da hätten sie und Jeanne schonmal ein prima Gesprächsthema...

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LUCKY LUKE von Mawil: Was ist ein Cowboy ohne Pferd..?

Na? Richtig: Ein Sattelschlepper! Harhar... Nun. Lucky Luke würde jetzt sicher auch keine Miene verziehen. Denn der vorliegende Band beweist, dass Lucky Luke auch ohne Pferd eine gute Figur macht. Naja, zumindest versucht er es... Was Jolly Jumper dazu sagt, dass Lucky ihn zeitweise gegen einen (Draht-)Esel eintauscht? Na, ihr könnt es euch denken. He's not amused! Für uns dafür umso mehr, nichts geht über einen schmollenden Jolly Jumper, der auf ein Fahrrad eifersüchtig ist, thihi.

Schon die zweite Hommage Jolly Jumper antwortet nicht war für mich als Jolly Jumper-Fan ein Fest. Die gibt es übrigens - schnallt euch an! - am 11. Mai zum Gratis Comic Tag 2019! Wie der Name schon sagt: für umme. Die komplette Geschichte! Mega! Ich bin auf jeden einzelnen persönlich beleidigt, der diese Chance nicht nutzt.

Apropos Chance: Eigentlich heißt es ja, das Schicksal sei ein mieser Verräter, aber im Fall von Mawil war das Schicksal wohl ebenfalls ein Lucky Luke-Fan. Als Kind in der DDR kam er nämlich nur durch einen Schmuggel der Oma seines besten Freundes zu einem Lucky Luke-Heft (mega Oma!), 2019 reiht er sich nun selbst ein in die Riege der Lucky Luke-Künstler ein, wie toll ist das bitte <3

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BATMAN & WONDER WOMAN: Herr der Löcher

Herr der Löcher? Hö? Ich kläre euch auf: Laut Batman funktioniert Feenmagie nämlich nicht, wenn man durch ein (natürliches!) Loch in einem Stein schaut. Toll! Wenn ihr jetzt schon mit dem Kopf schüttelt, dann könnte das mit der Lektüre von BATMAN & WONDER WOMAN: Der Ritter und die Prinzessin eine Herausforderung für euch darstellen. Denn hier hat man die beiden frisch-fröhlich in ein Szenario geschmissen, das als Mischung aus Herr der Ringe und World of Warcraft daherkommt. Es gibt Feen, Kobolde und Trolle. Und Batman. Das klingt nicht nur skurril, das ist auch. Und verwirrend. Aber für Punchlines wie "Du frecher Trollfurz!" lohnt sich die Lektüre allemal.

Allein der Anfang ist der Hammer. Und irgendwie verstörend. Wonder Woman und ihr Steve, die sich gerade warme Gedanken mitten in der Antarktis machen (anscheinend DER Hot Spot für verliebte Superheldinnen... Okay). Dann platzt der Gott der Fruchtbarkeit und Jagd in die heiße Zweisamkeit, bittet Wonder Woman um Hilfe bei einem Konflikt eines Volkes, den kein Mensch kennt (Steve auch nicht) und will dann auch noch mit in die Kiste. Bitte?! Während Steve fast aus dem Bett fällt, lehnt Wonder Woman ab mit den Worten "Wir müssen eure Gesellschaft zurzeit ablehnen.. Leider" Leider..?! Ich glaube, Steve hat keine Ahnung...

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MERA Tidebreaker: Listen to your heart...

Falls ihr es noch nicht wusstet: Seit ich Aquaman gesehen habe, bin ich ja verliebt in Mera <3

Im aktuellen Aquaman-Run ist sie sowieso der Hammer und hach, ich find die einfach toll. Als meine Äuglein dann MERA: Tidebreaker beim Stöbern entdeckten, war die Vorfreude natürlich erstmal groß. Als der Band dann da war, war ich über das ungewöhnliche Format (etwa so groß wie ein Hellboy-Band) und den Verlag überrascht: DC Ink. Nach einer kurzen Recherche kam die Erleuchtung: Dort werden vorranig Graphic Novels für Teenies aka "Young Adults" herausgebracht. Oh. Upsie... Da im Vorwort aber steht Whether you're 14 or 80, I hope when you read Mera [...] you find your "superpowers", war ich dann erstmal wieder beruhigt. Und überraschend ist der Band tatsächlich...

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DER FREIE VOGEL FLIEGT, HELDEN DER ZHOU-ZEIT & DER ERSTE KAISER: In China lesen sie Comics!

China! Na? Woran denkt ihr jetzt spontan? Ich denke tatsächlich als erstes an HERO! Einer der visuell schönsten Filme, die ich je gesehen habe. An die Handlung kann ich mich leider nur so halb erinnern, aber es geht um ein Attentat und alle Beteiligten (ich glaube, es waren drei) haben poetische Namen wie Fliegender Schnee und Zerbrochenes Schwert. So.

Aber wenn ich mal ehrlich sein darf: In den letzten Jahren folgten dann keine weiteren nennenswerten Kontakte mit der chinesischen Kultur, außer Dumplings beim Chinesen und die Ratlosigkeit darüber, was da in Bezug auf Meinungsfreiheit generell (und insbesondere in Bezug auf das Internet) so los ist. Oder besser gesagt: Nicht los ist. Davon abgesehen, dass ich erst letztens erfahren habe, dass in China einige bekannte Anime und Manga auf dem Index stehen. Und Winnie Puuh. Kein Scherz.

Aber trotz allem (oder gerade deswegen): In China gibt es Künstler/innen, die man sich mal anschauen sollte...

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BATMAN Der weisse Ritter: Gegenteiltag in Gotham City!

Ok, ich gebe zu: Auf dem Cover sieht die Welt noch in Ordnung aus. Der Joker, dem Wahnsinn verfallen. Beziehungsweise Batman. Wir wissen ja, sein verrücktes Herz schlägt schon seit Jahrzehnten für den dunklen Ritter ♥ Ja gut, der Bat-Altar ist neu aber meine Güte, wer möchte schon einem Psychopathen in seine Wohnzimmerdeko reinreden?! Ich nicht. Und schon gar nicht dem Joker. So weit, so „normal“. Na, zumindest in Gotham CIty.

Aber schon auf den ersten Seiten ist plötzlich nichts mehr normal. Es ist Gegenteiltag in Gotham City, Kinder! Haltet euch fest: Batman im Gefängnis. Der Joker als Besucher. Whaaat? Ok. Erster Verdacht: Ein böser Traum. Tja... Nix da. So einfach ist das hier nicht. Gut, für Batman ist das alles tatsächlich ein Alptraum, aber hey, wer würde sich schon trauen, ihn zu kneifen? Eben. Ist aber auch keiner. Denn Der weisse Ritter spielt nicht in der aktuellen Batman-Kontinuität. Autor Sean Murphy durfte sich mal richtig austoben und alles auf den Kopf stellen. Und das, meine lieben Batman-Freunde und Freundinnen, das hat er auch getan...

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Die dicke Prinzession Petronia: Natürlich bist du glücklich, wenn du keine Erwartungen hast! Nah, obwohl...

Was heißt denn hier Erwartungen? Ist es denn zuviel verlangt, einen (großen!) Planeten sein Eigen zu nennen? Oder eine kleine Galaxie? Wenigstens eine klitzekleine...? Petronia muss sich ja immerhin auf ihre Thronfolge vorbereiten. Aber wie soll das gehen, quasi ausgesetzt auf so einem winzigen Planeten?! PAH! Eltern. Grausam können die sein, richtig grausam! Wie soll man da einen fröhlichen Gesichtsausdruck aufsetzen? Unmöglich. Und ihr Cousin, dieser kleine schleimige Prinz, der kann Petronia sowieso mal kreuzweise, von wegen „mit dem Herzen sieht man gut...“ Auf W 857 gibt es ja nicht mal was zu sehen! Gar nix!

So, jetzt seid ihr ungefähr auf Temperatur von Petronias Gute-Laune-Pegel, also Minus 85. Ob ein Geschenk ihrer Eltern, Multifunktionswurm Mirco, etwas daran ändern kann..?

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BATMAN und die JUSTICE LEAGUE Manga: Ein Japaner in Gotham...

Batman als Manga?! Uh, verrückt! Na, auf den zweiten Blick eigentlich nicht. Immerhin erschien bereits in den 60ern ein Bat-Manga von Jiro Kuwata (Interesse an einer Rezension, na?) und in den 2000er Child of Dreams. Dieses Jahr beglückte uns DC dann mit mehr als zauberhaften Variant Covern von Atelier of Witch Hat-Schöpferin Kamome Shirahama. Oh, und nicht zu vergessen Batman Ninja, ein waschechter Anime, love it! Batman klingt auf japanisch eben NOCH humorloser als sonst und der Look vom Joker ist Gold wert... Thihi.

So, und nun also Batman und die Justice League? Kann das was? Das kommt ganz darauf an..!

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HELLBOY Kompendium 1: Happy Birthday, Ausgeburt der Hölle!

25 Jahre Hellboy-Jubiläum! Kinder, wie die Zeit vergeht! Gut, im ersten Band ist unser roter Freund ja eigentlich schon 52 geworden, aber was soll's! 25, 52, comme ci, comme ça, shallala.

Ist ja alles schön und gut, aber warum komme ich jetzt mit dem ersten Kompendium um die Ecke? Hm? Wieso nicht der zweite oder dritte? Tjoa. Weil ich mal wieder Asche über mein Haupt werfen muss. Ich gestehe: Ich habe zwar in meiner Comickarriere schon einige Hellboy-Geschichten gelesen, aber tatsächlich nie die allerersten. Verrückt, nech? Aber hey, falls es euch so geht: Folgt mir unauffällig, wir fangen einfach von vorne an...

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MARVEL Reiseführer & Das große DC Superhelden-Lexikon: Up, Up and Away!

Also mein nächstes Reiseziel ist ja Dublin, aber wisst ihr was? Wäre es nicht der Hammer, einmal die Heimat von Groot zu besuchen? Oder auf ein Heißgetränk im Limbo vorbeizuschauen? Zusammen mit Lichtelfen Schmetterlinge fangen in Alfheim? Da gibt es Meerjungfrauen, die in Champagnerquellen schwimmen! Und Rumbeeren. Rumbeeren! Mmmh. 

Woher die Macher/innen des MARVEL-Reiseführers das alles so genau und im Detail wissen? Ich weiß es nicht, aber Leute! Rumbeeren... Ich pack schonmal mein Köfferchen, kommt ihr mit?

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I'M EVERY WOMAN: Was? Auch Du, Picasso?!

Einstein, Picasso, Marx, Elvis... Sie alle haben was gemeinsam. Na, sie alle waren bekannte Künstler, Genies, Denker? Jupp, das auch. Sie haben aber noch etwas gemeinsam. Leider. In Bezug auf Gleichberechtigung und Frauenrechte waren sie nämlich nicht besonders revolutionär drauf, sondern eher... hüstel... geistige Schlußlichter. Pardon, Einstein!

Gut, ihr werdet jetzt vielleicht denken, dass psychische Ausbrüche, Untreue und sonstige Eskapaden bei verrückten Künstlertypen eventuell nicht wirklich shocking news sind, aber ob Elvis oder Einstein: für die Frauen macht es keinen Unterschied, wer sie da wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt. Das macht Liv Strömquist hier deutlich. Dabei verfolgt sie klar wie Kloßbrühe ein Ziel: die Frauen, die unter den sogenannten Genies zu leiden hatten oder zu Unrecht zu Fußnoten in der Geschichte degradiert worden sind, zu rehabilitieren. Und, gelingt das..?

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CAPTAIN MARVEL: Vielleicht bin ich gar nicht Carol Danvers, sondern...

Am 8. März ist es endlich soweit! Captain Marvel kommt in die Kinos, ich flippe aus. Higher! Further! Faster! Und Katze Chewie ist auch dabei! Hurra! Naja, im Film heißt sie zwar Goose, aber mei. Ich freu mich. Und überhaupt: Ich bin sehr gespannt, welche Origin von Carol Danvers uns da nun erzählt wird. Aber da ich mal wieder nicht abwarten kann, wühle ich mich einfach schon vorher durch ihre Vergangenheit. Aber Moment mal... Ihrer Vergangenheit? Seiner?

Denn das ist ja so eine Sache mit Captain Marvel aka Mar-Vell aka Ms. Marvel aka Warbird aka ... Hilfe! Um die Verwirrung perfekt zu machen: Der allererste Captain Marvel ist gar nicht bei Marvel erschienen, sondern bei Fawcett Comics. Und dieser erste Captain Marvel ist heute bei DC Comics und man kennt ihn als: Shazam! Carol Danvers betitelt sich auch erst seit 2012 selbst als Captain Marvel, davor war sie Ms. Marvel unterwegs. Aber die ist seit 2014 ja Kamala Khan. Verrückt. Und wer weiß? Vielleicht ist sie gar nicht Captain Marvel, sondern Manuel Neuer... Das finden wir jetzt heraus!

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