BOUNTILUS 1: Crash Test Einhorn

Sie haben es geschafft! Captain Nihil und seine rechte Hand (bzw. Hände...) Lieutenant Quattro sind nun stolze Bewohner eines 144 Seiten starken Comicbandes. In Hardcover! Toll! Bereits die Kostprobe im April im vergangenen Jahr versprach ja einiges an Witz & Charme im Weltall und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Bzw. doch, in einem Punkt schon (wie die kryptische Emoji-Kurzrezension verrät...), aber kommen wir erstmal zu den erfreulichen Punkten!

Der Calamari Cult macht genau an dem Punkt weiter, an dem wir unser Crash-Duo letztes Jahr ihrem Schicksal überlassen hatten. So weit, so gut. Nun erwartet man als Leser*in ja, dass es auf den ersten Seiten auch wieder mit Nihil und Quattro weitergeht, aber nix da! Stattdessen begegnen wir einem sprechendem Einhorn (gut, wenn es schon Einhörner gibt, warum sollten sie nicht sprechen können, wa?) und vier tapferen Typen, die anscheinend gerade erfolgreich einen Ponyhof gerrettet haben. Ganz nach dem Motto: Braun ist das Gegenteil von Bunt. Word!

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X-23: Sind wir nicht alle ein bißchen Gabby..?

Hach, was bin ich erleichtert! Puh. Ich hatte nämlich tatsächlich etwas Bammel vor dem ersten Band X-23. Nein, nicht vor Laura! Ach was. Aber Leute, der Vorgänger-Wolverine-Run um Laura, ihre Schwester und - nicht zu vergessen! - Vielfraß Jonathan hat mich so sehr begeistert, dass ich ein wenig Angst hatte, dass der neue Run nicht mithalten kann. Denn vorher war alles drin, was ich mag: eine taffe Heldin, eine gute Portion Humor in Form von Gabby und ein tierischer Sidekick, hach! ʕ •ᴥ•ʔ

Dementsprechend war ich ein sehr gespannt, ob der aktuelle Run diese Zutaten beibehält oder die neue Autorin nicht doch noch auf die Idee kommt, Gabby oder Jonathan über die Klinge(n) springen zu lassen (thihi!). Aber zum Glück ist nichts davon passiert! Gabby ist wohlauf! Nun ja, noch...

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KRAZY KAT: Crazy Pippil!

Gleich zu Beginn ein Geständnis: Ich besitze quasi zwei Comic-Lesestapel. Einen zu Hause auf dem Sofa (man könnte die Comics auch auf den Tisch oder den Boden legen, aber nein! Sie sitzen quasi mit mir auf dem Sofa, thihi) und einen imaginären. In meinem Kopf. Da finden sich Titel, die ich (noch) nicht besitze, weil gerade keine bezahlbare Ausgabe auf dem (deutschen) Markt herumschwirrt oder keine fetzige Übersetzung vorliegt. Oder einfach aus Gründen. Nun. Das war auch bei Krazy Kat der Fall.

Ich habe zwar schon viel von der Katze gehört, die einer kleinen Maus verfallen ist und mit Ziegelsteinen beworfen wird (und das Jahrzehnte vor Tom & Jerry! Verrückt!), aber mal ehrlich: Ein Klassiker aus den 20er-40er Jahren, da denkt man halt nicht als erstes dran. Bis ich letzte Woche darauf aufmerksam gemacht wurde, dass der TASCHEN-Verlag nun die kompletten Sonntags-Strips auf den Markt schmeißt und ich einen Blick hineinwerfen darf. Yay! Ist ja immerhin ein gewichtiger Klops Comicgeschichte, und das sogar buchstäblich mit über 600 Seiten und fast sieben Kilo Gewicht! Hach, es hätte nun der Beginn einer wundervollen Liebe zwischen Krazy Kat und mir werden können. Ist es aber leider nicht...

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APOLLO 11, Juli 1969: Auf zum Mond!

Apollo 11! Der erste Mensch auf dem Mond! Leute! Das ist auch schon wieder 50 Jahre her, verrückt. Und mal ehrlich: Wenn ich mir die Technik zu der Zeit so anschaue, finde ich es fast schon erstaunlich, dass die das 1969 tatsächlich geschafft haben... Die Reise ist aktuell übrigens sehr eindrucksvoll in der Doku APOLLO 11 zu bestaunen, und das in Farbe! Kann ich sehr empfehlen.

Zum 50. Jubiläum habe ich mich natürlich nicht lumpen lassen und mir drei Titel vorgeknöpft, die zu diesem Anlass im Juni und Juli erschienen (bzw. neu aufgelegt worden) sind. Ist ja auch ein richtiger magic moment, der erste Mann auf dem Mond... Pardon, es waren zwei. Da fängt es ja schon an! Und sowieso: Habt IHR euch schonmal Gedanken darüber gemacht, wie es dem dritten Mann so ging, der zwar mit zum Mond geflogen ist, ihn aber nicht betreten konnte? Ich nicht. Ich wusste auch nicht, dass das Rennen zum Mond bereits drei Astronauten das Leben gekostet hat, bevor die Raumkapsel überhaupt nur in die Nähe des Mondes gekommen war. Aber dafür gibt es ja Comics....

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WONDER WOMAN: Erde Eins um Mitternacht

Bekannten und beliebten (Comic-)Figuren einen neuen Anstrich verpassen oder sie direkt in eine alternative Realität verpflanzen? Na klar! Warum auch nicht? Meistens ist das ja sehr erfrischend. Meistens. Aber manchmal will der Funke einfach nicht überspringen. So geschehen bei Wonder Woman: Erde Eins. Zweiter Teil. Den ersten fand ich eigentlich ganz gut, aber der zweite... Puh, schiwerig.

Dabei werden in der Neuinterpretation von Dianas Origin durchaus ein paar frische Pinselstriche gewagt und ein paar spannende Fragen aufgeworfen: Wie würden im Jahr 2019 emanzipierte Frauen wirklich auf Wonder Woman reagieren? Wären sie restlos begeistert oder gäbe es auch kritische Stimmen? Kleiner Spoiler: Gibt es!

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